Mittwoch, 11. Januar 2017

Nie mehr ohne Milchpumpe (Erfahrungsbericht Medela Swing)

Wofür braucht man eine Milchpumpe? Das habe ich mich beim ersten Kind gefragt und zunächst gar keine Pumpe angeschafft. Schließlich lief die Stillzeit mit der Chaosbraut mehr als problemlos. Erst als mich nach ein paar Monaten der Drang nach ein wenig Freiheit und Unabhängigkeit überkam, nutzte ich eine Handpumpe.... oder sagen wir besser ich versuchte sie zu nutzen.
Das mit der Handpumpe hat irgendwie gar nicht funktioniert und fühlte sich auch ganz seltsam an. Bald habe ich das Projekt "Unabhängigkeit" wieder aufgegeben und die Chaosbraut bis zum Ende unserer Stillzeit voll gestillt. Das war okay, denn für mich gibt es nichts Zufriedeneres als ein frisch gestilltes Baby. Trotzdem...

In der zweiten Schwangerschaft kam schnell der Gedanke, dass es von Vorteil sein würde nicht ausschließlich zu stillen. Schließlich möchte auch die ältere Schwester zwischendurch etwas exklusive Mama-Zeit genießen und das Ding mit der Freiheit und Unabhängigkeit war mir nach wie vor wichtig. Auch ist es beim zweiten Kind sicher mal entspannend eine Mahlzeit an den Vater abgeben zu können.
Natürlich kann man für solche Fälle auch zu Fertignahrung greifen, aber die Vorteile von Muttermilch sind mir schon sehr wichtig. Außerdem kann die Mischung von Muttermilch und Fertignahrung bei empfindlichen Babys Bauchschmerzen bzw Blähungen verursachen.
Entschieden habe ich mich dann also für die elektrische Milchpumpe Medela Swing. Es musste für mich unbedingt eine elektrische Pumpe sein, denn bei meinen früheren Versuchen mit der Handpumpe fühlte ich mich einfach total unwohl (abgesehen davon, dass die Pumperei ordentlich in die Hände und Unterarme geht).
Und dass eine Milchpumpe nicht nur eine "Luxusausrüstung" für freiheitsliebende Mütter ist, mussten wir dann auch erleben....

Die Milchpumpe wurde erstmal in den Schrank geräumt, schließlich wollte ich zunächst ganz natürlich eine Stillroutine aufbauen, bevor ich anfange hin und wieder abzupumpen. Als unsere Kleine dann aber drei Tage nach der Geburt auf die Neugeborenenstation verlegt wurde, verkabelt und mit einer Atemhilfe.... da saß ich früher als gedacht an der Milchpumpe.
Als das Chaosbaby 8 Wochen alt war, hatte sie schon fast die Hälfte der Zeit im Krankenhaus verbracht - zwei Lungenentzündungen sei Dank! Nach dem ersten Krankenhausaufenthalt schaffte ich es nur dank ständigem Anlegen und besonders durch zusätzliches Abpumpen, ein vorzeitiges Abstillen zu verhindern und überhaupt eine Stillroutine aufzubauen.
In beiden Krankenhausaufenthalten - während denen es auf Grund des Gesundheitszustandes und der ganzen Kabel und Schläuche nicht möglich war die Kleine zu stillen - hielt ich durch Abpumpen die Milchproduktion aufrecht. Und über die Magensonde bekam das Chaosbaby dann bei jeder Mahlzeit meine Muttermilch gefüttert. Dank meiner Milchpumpe konnte die Kleine trotz allem fast ausschließlich mit Muttermilch versorgt werden.
Ich bin keine Stillmutti auf Teufel komm raus und verfluche keine Mutter, die ihrem Kind Fertignahrung gibt. Aus meiner Sicht ist Muttermilch aber das Bessere, das Natürlichere, das Gesündere - und nebenbei im Alltag unglaublich praktisch. Ich wollte das Thema "Stillen" nicht einfach aufgeben und zumindest alles versuchen, was in der Situation möglich ist.

Und wir haben es geschafft - das Chaosbaby bekommt ausschließlich Muttermilch und bei jeder Mahlzeit könnte ich platzen vor Freude, dass wir zwei trotz allem zueinander gefunden haben. Und ein bisschen stolz macht es mich auch, dass ich nicht aufgegeben habe.
Ohne meine Milchpumpe wäre das nicht möglich gewesen.

Ich wünsche jedem von euch, dass eine Milchpumpe "nur" eine Luxusausrüstung für mehr Freiheit und Unabhängigkeit ist - sei es um mal mit den Freundinnen essen zu gehen, trotz Berufstätigkeit weiter zu stillen, um in stressigen Zeiten anderen das Füttern zu überlassen, oder einmal ungestört zum Friseur zu gehen. Schon dafür lohnt sich eine solche Anschaffung! Doch vielleicht muss man auch mal Milch abpumpen, weil man beim Zahnarzt eine Betäubung braucht und die nächste Milchmahlzeit dann lieber verwerfen sollte? Oder weil man selber einmal gesundheitlich angeschlagen ist? Oder weil die Milchproduktion nicht recht in Gang kommen will? .... Es gibt viele gute Gründe für eine Milchpumpe und ich muss sagen es lohnt sich, dabei zu einer komfortablen elektrischen Pumpe zu greifen.

Und für diejenigen, die jetzt über eine solche Anschaffung nachdenken, noch kurz ein paar Worte zur Medela Swing:

Die Swing ist eine elektrische Milchpumpe für einseitiges Abpumpen.

Zum Lieferumfang gehören:
- die handliche Pumpe
- ein Pumpset inklusive Milchflasche (Brustaufsatz in Größe M)
- Calma Sauger (kostet einzeln 10€)
- Transportbeutel
- Netzteil
- Schultergurt & Aufbewahrungstasche

Die Pumpe ist wunderbar handlich und klein und passt damit sogar in die Handtasche (wenn man z.B. auf der Arbeit oder auf Reisen abpumpen möchte).
Über die Knöpfe auf der Oberseite ist sie kinderleicht zu bedienen: Der Knopf mit dem runden Symbol schaltet die Pumpe ein bzw aus. Die +/- Knöpfe erhöhen bzw reduzieren die Pumpstärke und über den unteren Knopf wechselt man zur zweiten Pumpphase.

Die Medela Swing verfügt nämlich über die sogenannte 2Phasen-Technologie, denn jeder der schon einmal gestillt hat weiß, dass das Baby nicht direkt lostrinkt als laufe die Milch direkt in Sturzbächen. Die erste Phase hat also einen stimulierenden Rhythmus, der die Milchproduktion anregt - so wie auch das Baby es tut. Erst danach wechselt die Pumpe automatisch in die zweite Phase. Hier fühlt es sich an, als sauge das Baby in ruhigen, langen Zügen. Über den Knopf mit den Tropfen kann man die erste Phase überspringen oder verkürzen, zB wenn die Milch schon frühzeitig anfängt in die Flasche zu laufen.

Ich fühle mich mit der Pumpe unheimlich wohl. Natürlich ist es zunächst ein etwas ungewohntes Gefühl und der Gedanke an die letzte Fernsehreportage zum Thema Milchkühe wird bei dem ein oder anderen sicher aufkommen ... die Pumpe arbeitet aber so ruhig und vor allem effektiv, dass man sich schnell daran gewöhnt und in kurzer Zeit sehr gute Ergebnisse erzielt.

Eine sinnvolle zusätzliche Anschaffung zur Pumpe ist das StarterKit von Medela, denn damit seid ihr komplett ausgestattet. In diesem Set findet ihr weitere Milchflaschen, die praktischen Muttermilchbeutel (genial für's Einfrieren der Milch. Meine sind leider nach einmaligem Gebrauch im Krankenhaus abhanden gekommen), 12 Stilleinlagen, ein weiterer Camla Sauger, Brustwarzenpflege und ein Quickclean Mikrowellenbeutel. Damit desinfiziert ihr euer Pumpenzubehör schnell und einfach in der Mikrowelle (gut geeignet wenn ihr irgendwo zu Besuch seid oder zB im Urlaub).
Das Kit kostet rund 25€ und ist auch ein tolles Geschenk zur Geburt!
Medela-Zubehör wie zB ein neues Pumpset (erhältlich in verschiedenen Größen), Muttermilchflaschen und -beutel, Sauger, Stilleinlagen etc. bekommt ihr in jeder guten Apotheke oder in diversen gängigen Onlineshops.

Die Pumpe wurde uns von Medela kostenfrei zur Verfügung gestellt. Vielen lieben Dank dafür und für den sehr freundlichen Kontakt!

Mittwoch, 4. Januar 2017

Stylisch abhängen für Babys

Habt ihr auf unserem Instagram-Account schon unsere Babyhängematte gesehen?
Ich wollte unbedingt eine Möglichkeit haben das Chaosbaby auch im Wohnzimmer gemütlich legen zu können. Der Laufstall ist einfach zu weit weg und im Wohnzimmer hat das Chaosbaby die Möglichkeit trotz tobender Chaosbraut und eventuellem Spielbesuch ein wenig zur Ruhe zu kommen.
Dabei landete ich ziemlich schnell bei den Babyhängematten, die nicht nur sehr gemütlich aussehen, sondern auch ein dekorativer Hingucker sind.

Diese Hängematten lassen sich mit einer simplen Klammer im Türrahmen befestigen, oder wahlweise an einem Gestell aufhängen.
Eigentlich wollte ich eine Aufhängung im Türrahmen nutzen, da die Hängematte damit nicht so viel Platz weg nimmt. Mit der Türklammer ist man außerdem wesentlich flexibler und kann die Hängematte auch in verschiedenen Räumen schnell aufbauen. Allerdings kommt man dann nur schwer durch die Türen und gerade wenn durch größere Kinder viel Bewegung im Haus ist, ist eine Hängematte in der Tür vielleicht nicht so günstig.
Und da wir in den anderen Wohnbereichen genug Möglichkeiten haben das Chaosbaby hinzulegen, entschied ich mich für eins dieser schönen Gestelle.

Für uns war das definitiv eine gute Entscheidung, denn die Hängematte steht damit etwas geschützt und wir laufen nicht Gefahr, dass das Baby mit einer tobenden Chaosbraut kollidiert. Außerdem sieht das Gestell einfach so unglaublich dekorativ aus, dass es wunderbar in unser Wohnzimmer passt.

Unsere Hängematte ist das Modell Kaya natura von Amazonas.eu. Sie ist 88 x 40 x 30 cm groß, aus naturfarbenem Baumwollstoff und bis zu 15kg belastbar. Ausgestattet ist sie mit Sicherungsgurten in dunkelbraun.
Die Gurte haben wir bisher noch nicht genutzt. Zum einen, da sie bei der Größe des Chaosbaby noch im Gesicht stören, zum anderen weil die Kleine sich ja noch nicht bewegt. Da die Hängematte aber für Kinder bis zu 9 Monaten geeignet ist, sind die Gurte ab einem bestimmten Alter sehr sinnvoll.

Die Hängematte Kaya könnt ihr mit den gängigen Gestellen von Amazonas.eu oder eben mit der Türklammer kombinieren. Wir haben sie mit dem Gestell Hippo kombiniert und das sieht einfach toll aus!
Das Gestell besteht aus unbehandeltem Fichtenholz und die Kombination fügt sich, trotz seiner Größe, richtig toll in den Raum, ohne dabei zu wuchtig zu wirken. Die Hängematte wird einfach mit einem Karabiner oben eingehängt und unten mit dem Schaukelbegrenzer gesichert. Der Schaukelbegrenzer ist übrigens eine gute Erfindung, wenn man große Geschwister hat, denn all zu wilde Schaukeltouren werden dadurch verhindert.

Übrigens sind diese Hängematten nicht nur praktisch und wunderschön, sondern auch gesund! Hier befindet sich der Babyrücken - so wie in den gängigen Tragesystemen bzw Tragetüchern - in einer gerundeten Haltung. Schließlich waren die Babys 9 Monate mit abgerundeter Rückenhaltung im mütterlichen Bauch und strecken ihn erst im Laufe des ersten Lebensjahres in die gerade Position. Mit einem Nickerchen in der Hängematte schont ihr also auch den Rücken eures Babys, im Vergleich zu einer komplett flachen Rückenlage wie im Laufstall oder Babybett.
Dass es leicht schaukelt, findet das Chaosbaby sehr angenehm. Schläft sie auf meinem Arm ein und ich lege sie in ihren Laufstallt, dann wacht sie meist sehr schnell auf. Schließlich wurde sie bis dahin gleichmäßig in den Armen geschaukelt und liegt im Laufstall dann plötzlich völlig hart und ruhig. Die Hängematte ist dann kein so krasser Unterschied zu Mamas Arm und sobald sie ein wenig strameplt schaukelt sie sich selber wieder in den Schlaf.

Ich lege das Chaosbaby gerne dort ab, wenn sie etwas Ruhe braucht. Ich kann dann in den anderen Räumen aufräumen, werkeln und mit der Chaosbraut spielen. Aber auch wenn sie unruhig ist und etwas geschützt und geschaukelt schlafen will, ist die Hängematte eine sehr gute Lösung.
Ein bisschen Übung bedarf es, um das Baby in die Hängematte zu legen, bzw es heraus zu holen, da die Hängematte dabei hin und her schaukelt und man leicht in den Seilen der Aufhängung stecken bleibt. Man hat den Dreh aber schnell raus.

Die Kaya bekommt ihr für rund 50€ und das Gestell Hippo für rund 90€ zB bei Amazon. Den Preis finde ich völlig in Ordnung, zumal die Qualität der Teile wirklich gut ist. Das Gestell habe ich hochschwanger und ganz alleine aufgebaut, also eine absolut einfache Sache. Wer sich mit Knoten nicht auskennt, der findet auf der Verpackung eine Anleitung zur korrekten Befestigung der Hängematte am Gestell.
Die Türklammer gibt es sogar für rund 17€. Wer also lieber die mobile Variante in der Tür bevorzugt, muss gar nicht viel Geld anlegen und hat das ganze noch viel schneller aufgebaut.

Ich bin optisch wie praktisch so zufrieden mit der Hängematte, dass ich sie eigentlich nie mehr abbauen möchte...

Hängematte und Gestell wurden uns durch Amazonas.eu kostenfrei zur Verfügung gestellt. Vielen lieben Dank für dieses tolle Produkt und den freundlichen Kontakt!

Sonntag, 1. Januar 2017

Frohes Neues! Wir sind wieder da!

Ihr Lieben,

ich wünsche euch von Herzen ein frohes neues Jahr 2017! Ich hoffe ihr hattet eine schöne Weihnachtszeit und seid zufrieden und optimistisch in das neue Jahr gestartet!

Hier auf dem Blog war es die letzten Wochen still - ungeplant und ungewollt. Wie bereits Anfang November angedeutet, war die Ankunft des Chaosbabys nicht nur unsere größte Freude, sondern auch turbulent, sorgenvoll und für uns alle sehr anstrengend. Es blieben weder Zeit noch Nerven, den Blog mit Inhalten zu füttern.
Letztendlich haben wir aber ein glückliches und vor allem gesundes Weihnachtsfest feiern dürfen und starten optimistisch und mit ganz viel Vorfreude in das Jahr 2017.

Ich danke euch, dass ihr in 2016 so zahlreich hier auf Mamitilli vorbei geschaut habt! Mit dem Jahresbeginn wird es hier nun wieder regelmäßig etwas zu lesen geben. Wer mehr von uns sehen und lesen möchte, der kann auch mal einen Blick auf unseren Instagram-Account werfen.
Danken möchte ich auch den Kooperationspartnern, dank denen ich euch 2016 viele schöne Sachen vorstellen und immer wieder verlosen durfte. Besonders danke ich für das Verständnis dafür, dass ich meine Absprachen in den letzten Wochen nicht wie gewohnt einhalten konnte!

Ich wünsche uns allen für 2017 viel Gesundheit, liebe Menschen, Glück ..... ach ja, und Weltfrieden :-)

Eure Tilli

Mittwoch, 2. November 2016

Unser erster Ausflug zu viert!

Endlich sind wir zu viert! Endlich ist die Chaosbraut eine große Schwester! Und endlich können wir unser Glück in vollen Zügen genießen.

Nach einem holprigen Start im Krankenhaus, sind wir nun endlich zu Hause vereint. Es fühlt sich gut an, zu viert zu sein - auch wenn es anstrengend ist und wir seitdem nur noch mit enormem Aufwand und großer Zeitverzögerung das Haus verlassen können :-)

Und endlich können wir auch zu unseren ersten Familienausflügen aufbrechen.
Einer der ersten großen Ausflüge ging auf den Baumwipfelpfad. Die Sonne schien und wir mussten alle mal dringend an die frische Luft! Also packten wir unseren halben Hausstand ein und fuhren los. Wahnsinn, was man mit zwei Kindern plötzlich alles ins Auto packt: Windeln, Feuchttücher, Wechselklamotten für beide Kinder, Trinkflasche und Knabberkram fürs große Kind, Schnuller und Mulltücher fürs kleine Kind, Kinderwagen, Buggyboard, Manduca, Fotoapparat, Unterhaltungsprogramm für die Fahrt ... Naja, irgendwann war das Auto voll, die Chaosbraut saß im Auto, bereit zur Abfahrt ... da bekam das Chaosbaby Hunger! Also wurde noch gestillt und es konnte eeeendlich los gehen.

Nach 40 Minuten Fahrt und der Suche nach einem Parkplatz auf dem völlig überfüllten Gelände packten wir unsere zwei Mädchen und sämtlichen Hausstand wieder aus und zogen los...


Der Panarbora Naturerlebnispark bietet mit seinem 40Meter hohen Aussichtsturm und dem dazu gehörigen Baumwipfelpfad eine wahnsinnig tolle Aussicht über das bergische Land. Auf dem ganzen Gelände findet man aber auch Spieltunnel, einen Heckenirrgarten und vor allem einen großen (kostenlosen) Spielplatz mit dazu gehöriger Gastronomie. Da der Park zum DJH Rheinland gehört, gibt es dort auch eine Jugendherberge mit Baumhäusern und drei sogenannte globale Dörfer im asiatischen, südamerikanischen und afrikanischen Stil. Für alle Familien und (Jugend-) Gruppen aus dem Köln Bonner Raum ein tolles Angebot!


Vor der Geburt des Chaosbabys habe ich lange überlegt, ob ich ein Buggyboard für den Kinderwagen anschaffen soll. Die Chaosbraut ist mit ihren 3,5 Jahren ja durchaus in der Lage größere Strecken alleine zu bewältigen. Aber gerade für größere Ausflüge oder Spaziergänge fand ich ein solches Board dann doch hilfreich.
Und diese Überlegung bestätigte sich direkt bei diesem ersten Ausflug. Auch wenn die Chaosbraut mit ihren neuen Schuhen an den Füßen perfekt für einen solchen Ausflug ausgerüstet war - Der Aufstieg zum Aussichtsturm schlängelte sich schier endlos in die Höhe. Und so waren wir alle froh, dass die Chaosbraut einen Teil des Weges auf dem Board zurück legen konnte.


Oben angekommen hatten wir bei bestem Wetter eine tolle Aussicht und die Chaosbraut staunte wie klein plötzlich alle Autos, Menschen und sogar die Bäume sind. Von Höhenangst keine Spur, obwohl der Turm deutlich schwankte.


Der anschließende Spaziergang über den Baumwipfelpfad war nicht weniger beeindruckend. Zwischen den Baumkronen spazieren zu gehen ist wirklich etwas besonderes und gerade bei bestem Herbstwetter einfach wunderschön! Und dies endlich als 4köpfige Familie machen zu können .... hach, es fühlt sich einfach so perfekt an!


Das Chaosbaby ist übrigens ziemlich pflegeleicht (im Moment zumindest) und verschlief den ganzen Ausflug bis wir auf dem Spielplatz ankamen. Die Chaosbraut stiefelte dort direkt los und kletterte was das Zeug hält.


Es ist sehr komfortabel, dass die Chaosbraut schon so viel alleine machen kann und ich mich meistens in Ruhe um das Baby kümmern kann. Auf dem Spielplatz macht sie sich ganz alleine auf den Weg und bewältigt die allermeisten Klettergerüste ohne unsere Hilfe. Trotzdem komme ich immer wieder in Situationen, die einen herausfordern: Wie begleitet man eine 3jährige auf die enge öffentliche Toilette, während das Baby samt Wickeltasche (und Wertgegenständen, wobei das Baby der größte Wertgegenstand ist ;-) ) weder in die Toilettenkabine, noch in den Vorflur des Damen WCs passt?
Wie halte ich mein großes Kind zum Pinkeln in den Busch, wenn ich das Baby in der Trage auf den Bauch gebunden habe?
Oder wie reagiert man, wenn man gerade das Baby zum Stillen an die Brust gelegt hat, in 30 Metern entfernung aber das große Kind hilflos im Klettergerüst hängt und droht abzustürzen?
Aufgaben, die ich in nächster Zeit bewältigen werde - so wie all die anderen Mütter auch. Und ich werde euch sicher davon berichten, wie wir uns mit einem Kinderwagen in eine Toilettenkabine quetschen, ich mit Baby an der Brust über den Spielplatz hechte oder der Chaosbraut beibringe im Stehen zu pinkeln ;-)
Da bei diesem Ausflug ja aber unser Chaospapa dabei war, konnten wir alles ganz entspannt angehen.

An den Füßen der Chaosbraut seht ihr übrigens ihre schicken neuen Herbst-/Winterschuhe, die "Urban Snowboard" von Ecco. Sie kamen wieder im Rahmen der Big Days Kampagne von Goretex zu uns und passten natürlich super zu diesem Ausflug! Zum einen weil die Chaosbraut mit warmen Füßen gleichzeitig schick und auch spielplatztauglich gekleidet war. Zum Anderen, weil dieser Tag für uns natürlich ein absoluter Big Day war! Diese neuen Lieblingsschuhe der Chaosbraut zeige ich euch die Tage aber noch genauer...




Dienstag, 13. September 2016

Mütter - die Meister des unvollendeten Sa.....

Bevor ich Mutter wurde, empfand ich es als sehr anstrengend sich mit Müttern (im schlimmsten Falle von Kleinkindern) zu unterhalten. Nicht wegen der Mütter selber, nein, sondern wegen der ständigen Unterbr...

Die Steigerung einer solchen Unterhaltung war dann ein Telefonat, da dort für mich genau diese Unterbrechungen nicht absehbar waren. "JETZT LASS DOCH ENDLICH DEINEN BRUDER LOS!" schallte es dann urplötzlich an mein Ohr, während ich gedanklich noch mit einem ganz anderen Thema beschäf....

Und jetzt, da ich selber Mutter bin erwische ich mich immer wieder selber bei diesen unterbrochenen Gesprächen, bei diesen Themen die ständig unterbrochen und dann nicht wieder aufgegriffen werden, bei den ständigen Themenwechseln und den dauernd unvollendet bleibenden Sä....

Nach wie vor kann ich es nicht ausstehen, wenn sich eine Mutter von ihrem Kind dauernd unterbrechen lässt. Ich bin der Meinung,  Kinder müssen lernen, dass auch mal die Erwachsenen reden. Dass man von ihnen verlangen kann (natürlich altersentsprechend) die Mutter in Ruhe telefonieren zu lassen oder sich eine Beschäftigung zu suchen wenn eben mal Erwachsenengespräche statt finden. Wenn man ehrlich ist stehen die Kids doch oft genug am Tag im Mittelpunkt, da kann man doch von ihnen verlangen, dass ..

Wie dem auch sei, wo waren wir? Ach ja, also die Chaosbraut ist eigentlich ein "sehr guter Esser". Sie mag bis auf Pilze und Zwiebeln eigentlich alles..... sorry falsches Thema, also wo waren wir?

Ah, also diese Müttergespräche. Bei allen Erziehungsgrundsätzen und guten Vorsätzen bleiben eben diese Unterbrechungen einfach nicht aus. Wenn ich mich unterhalte und mein Sprössling neben mir vergnügt "Kacka-scheiße-pups-kacka-scheiße-pups" singt, dann kann ich nicht einfach stur weiter reden. Meist warte ich kurz ab, ob die Taktik des Ignorierens vielleicht zur Abwechslung mal funktionieren könnte, aber wenn nicht, dann muss ich eben eingreifen und dafür kurz das Gespräch unterbr....

"WENN ICH DAS NOCH EINMAL HÖRE, DANN GEHST DU IN DEIN ZIMMER!"

Also diskutiere ich so kurz und effektiv wie möglich und wenn ich Glück habe, dann ....

"FREUNDCHEN PASS AUF! ICH BIN NICHT TAUB!"

....also wenn ich Glück habe dann finde ich relativ schnell in das ursprüngliche Gespräch zurü....

"SO, DANN JETZT ABMARSCH NACH OBEN! ICH GLAUBS JA NICHT! NEIN, OHNE HEULEREI! ICH HABS DIR GESAGT! .... Moment, ich muss sie kurz nach oben bringen, bin sofort wieder da! ..."

Wieder zurück bei der Gesprächspartnerin haben dann entweder beide Parteien das Ursprungsthema schon wieder vergessen, oder die andere Mutter diskutiert mit ihrem Sprössling gerade über die Notwendigkeit von Fäkalwörtern und am Ende sitzen beide Muttis am Tisch, sagen nichts mehr und genießen die für den Moment gewonnene Stille.

Fakt ist ja auch, dass die Erziehung in genau diesem Thema nunmal stattfindet, wenn man sich gerade unterhalten möchte. Wer setzt sich schon hin und bespricht im Vorfeld mit dem Sprössling das richtige Verhalten bei Erwachsenengesprächen, in der Hoffnung der anstehende Kaffebesuch könnte ruhig und ungestört ablaufen.
Also ist es die Herausforderung ein Gespräch zu führen und gleichzeitig seinem Kind klarzu....

"ICH REDE GERADE! DAS HÖRST DU DOCH!"

.... also dem Kind klar zu machen, wie man sich verhält wenn andere ....

"PSSST!"

...wenn andere reden. Auch hier kann man es mit Ignoranz versuchen, aber spätestens wenn das Kind zum fünften Mal ein lautstarkes

"MAMA, WEIßT DU...?"

in dein Ohr schreit, dann musst du reagieren.

"WARTE BITTE! ICH UNTERHALTE MICH!"
"JA; ABER MAMA WEIßT DU!"
"MOMENT"
"ABER MAAAAMA WEIßT DU!"
"MOMEEEHEEEENT!"
"ABER MAMA..."
"RUHE JETZT!"

Bei aller Mühe solche Diskussionen möglichst kurz zu halten, weiß ich innerlich genau, dass besonders kinderlose Gesprächspartner in diesem Moment unruhig werden.

Es gibt aber eben leider einige Situationen, in die man trotz Erwachsenengespräch kurz eingreifen muss, wenn z.B.

"NICHT HAUEN!"

oder vielleicht

"NICHT AUF DIE STRAßEEEEEE!"

oder auch

"REGELT DAS BITTE SELBST! IHR SEID ALT GENUG!"

oder, oder, oder.....

Mütter untereinander können das erstaunlich gut ausgleichen. Man weiß einfach, wie der Satz weiter gehen sollte, man trifft die wichtigen Absprachen trotz lautem Kindergeheul im Hintergrund oder greift für das Gegenüber das ursprüngliche Thema wieder auf. Manche Dinge waren aber vielleicht auch gar nicht so wichtig, oder man freut sich einfach darüber für das nächste Treffen noch Gesprächsstoff übrig zu haben.

Alle Nicht-Mütter kann ich nur um Verständnis bitten. Wir unterbrechen auch zu eurem Wohl - zB damit eure Vase nicht kaputt geht, eure Fensterscheiben nicht mit Hand- und Mundabdrücken übersäht sind oder unser Gespräch durch ein größeres kindliches Sturzgeschehen für längere Zeit unterbroch....


Dienstag, 6. September 2016

Gut beschuht in den Herbst

Langsam klopft der Herbst an. Auch wenn die Temperaturen momentan sommerlicher sind als die ganzen letzten Wochen, fallen bereits die ersten Blätter. Außerdem hat die Chaosbraut schon die ersten Eicheln und Kastanien gesichtet und gestern standen wir doch tatsächlich im Supermarkt vor einem großen Regal Spekulatius .... Ich denke also so langsam dürfen wir uns auf den Herbst einstellen...
...Und da nun bald das Sandalen-Wetter ein Ende findet, habt ihr sicherlich schon wieder ein Auge in Richtung Herbstschuhe geworfen, oder? Passend dazu wollte ich euch heute das Modell "Tensy" von Superfit noch einmal ans Herz legen.


Seit 3 Jahren sind wir Teil der BigDays Kampagne von Goretex und damit trägt die Chaosbraut fast ausschließlich die atmungsaktiven Schuhe mit GoreTex-Technologie. Wir waren bisher mit wirklich jedem Paar Schuhe unglaublich zufrieden! Jedes Mal erreichten uns qualitativ hochwertige Schuhe, die im Alltag sehr überzeugt haben. Und das sage ich nicht aus Werbezwecken, sondern weil es wirklich unsere Erfahrung ist!
Natürlich wird kein Kind einen nachhaltigen Schaden erleiden, wenn es auch günstige Schuhe trägt. Nicht alle Familien können ihre Kinder mit hochwertigen Schuhen für jede Gelegenheit ausstatten - Für wilde Spielplatz- , Matsch- und Kletteräffchen tun es dann auch mal die günstigen Modelle. Dass die Füße dann aber schneller nass werden, schwitzen oder die Schuhe schneller kaputt gehen nimmt man dann in Kauf. Übrigens wird es mittlerweile aber nicht mehr kritisch gesehen auch gebrauchte Schuhe zu kaufen, so dass man für die lieben Kleinen auch bedenkenlos zu einem gebrauchten Paar Markenschuhe greifen kann.

Schon im Frühjahr erreichten uns im Rahmen der BigDays-Kampagne die Superfit Tensy Gtx Surround. Ich mag es ja eher sportlich-schlicht und bin jedes Mal gespannt welches Schuhmodell uns zugeschickt wird.
Die Chaosbraut war restlos begeistert von dieser Lieferung, denn die Schuhe sind nicht nur "Piiiiiiink! Mama, guck die sind Piiiiiiiiink!" sondern "die glitzern sogar! Boaaaaah!" :-) Und dass die Schuhe dabei trotzdem sportlich schlicht sind, hat dann auch die Mama glücklich gemacht.


Für uns ist es mittlerweile das dritte Paar des Modells "Tensy" von Superfit. Da aber regelmäßig neue Designs erscheinen, wird es uns mit diesem "Klassiker" nicht langweilig.

Auch wenn die Schuhe zu Beginn ein wenig zu groß waren, mussten sie sofort getragen werden. Die Chaosbraut lag eine ganze Zeit lang zwischen zwei Schuhgrößen - die 28 war zu klein, die 29 ein wenig zu groß - eine ganz blöde Zeit zum Schuhkauf. Aber der Kleinen war das natürlich total schnuppe - pink und Glitzer geht immer!


Der sogenannte "mid cut" des Schuhs gefällt mir immer gut und sieht irgendwie schicker aus als ein ganz normaler Halbschuh. Die Schnürung auf der Vorderseite macht ebenfalls was her, und dass die Schuhe seitlich noch einen Reißverschluss besitzen macht das Leben deutlich leichter. Hat man einmal eine gute Schnürung gefunden, kann man die Schuhe auch an- und ausziehen ohne jedes Mal eine Schleife binden zu müssen. Dank der Schnürsenkel ist es aber eben möglich den Schuh (den es in der Weite "mittel" gibt) an die Fußform ein wenig anzupassen.

Die am Rand etwas hoch gezogene Sohle schützt vor allzu großer Verschmutzung und die Fußspitze ist extra verstärkt. Das Obermaterial ist ein Veloursleder, die verstärkte Spitze besteht aus einem glatteren, etwas robusterem Leder.


Beim Blick unter den Schuh dürft ihr nicht erschrecken - Ja! Da sind Löcher in der Sohle! Nein, da bekommt man keine nassen Füße - im Gegenteil sogar!


Diese Surround-Technologie von GoreTex ermöglicht es, dass Schweiß und Hitze den Schuh verlassen, Feuchtigkeit aber draußen bleibt. Und das funktioniert!

Für mich sind die Schuhe im Design absolut alltagstauglich. Dank den glänzenden Elementen sehen sie dabei trotzdem schick aus und eignen sich damit auch für ein Sonntagsoutfit.
Die Chaosbraut hat die Schuhe auf dem Geburtstag der Uroma, auf dem Spielplatz, im Kindergarten, im Urlaub am Strand und beim Bummeln in der Stadt getragen - ein echter Allrounder also.


Für dieses kalt gefütterte Modell mit dem Glitzerstern gilt die UVP von 84,95Euro.
Wer aber jetzt  in die gängigen Onlineshops guckt, der wird genau dieses Modell vielfach reduziert vorfinden. Da lohnt es sich jetzt schnell zu sein und das Modell "Tensy" für den Herbst zu bestellen. Für den Winter gibt es den "Tensy" dann auch als gefütterte Version.


Die Schuhe wurden uns als Testfamilie kostenlos zur Verfügung gestellt.

Montag, 22. August 2016

Was beim zweiten Mal anders ist...

Die zweite Schwangerschaft ist anders. Nicht nur, dass mir diesmal diverse Schwangerschaftskrankheiten erspart blieben - es ist einfach ganz anders als bei der Chaosbraut. Was ich meine? Z.B. das hier....

1. In welcher Woche bin ich nochmal?
In der ersten Schwangerschaft hättet ihr mich nachts wecken können und ich hätte euch wie aus der Pistole geschossen sagen können "Ich bin bei 30 + 5!" . Jetzt bin ich froh, wenn mir auf Anhieb überhaupt einfällt in der wievielten Woche ich eigentlich bin.
Damals wurde der Tag des Wochenwechsels fast gefeiert, während mir heute im Laufe der Woche einfällt, dass die Angabe "30ste Woche" ja schon seit Tagen nicht mehr stimmt.

Mein Bauch in der 31. SSW

2. Mehr Realität beim Shopping
Da das Chaosbaby ja auch wieder ein Mädchen wird, müssen wir eigentlich gar nicht viel neu kaufen. Natürlich will man hier und da auch etwas Neues haben oder kann an besonders schönen Dingen nicht vorbei gehen, aber was das Shopping angeht ist man der Realität ein bisschen näher gekommen.... Braucht man wirklich diesen Badewannensitz? Wieviel muss ein Babybody, der etwa 3 Wochen lang passt, wirklich kosten? Muss das Neugeborene wirklich schon ein Mobile über der Nase baumeln haben? Sind 10 Hosen in Größe 56 vielleicht zu viel? .....

3. Keine Zeit für Baby-Googeln und Foren-Lektüre
Wie viel Zeit habe ich in der ersten Schwangerschaft am PC verbracht, habe sämtlich Fragen rund um Babyausstattung, Babypflege, Schwangerschaftsbeschwerden, Geburt und Wochenbett gegoogelt und gefühlt alle existenten Beiträge in irgendwelchen Schwangerschafts- oder Babyforen durchgelesen. Das war damals, als man noch Zeit dafür hatte. Als man nicht nach einem Tag mit Arbeit, Kinderbespaßung und Haushalt rechtzeitig zur Tagesschau auf dem Sofa einschlief. Und das war vor der Erkenntnis, dass die Erfahrungen anderer Menschen eben nicht die eigenen sein müssen.

Das Chaosbaby lutscht am Daumen
4. Schwangerschaftsgespräche verkürzen sich
Welche Erst-Schwangere kennt es nicht? Überall lauern liebe Mitmenschen, die sich interessiert nach der Schwangerschaft erkundigen, die von ihren Erfahrungen erzählen, Tipps geben oder von ihren eigenen Entbindungen berichten. Nicht so in der zweiten Schwangerschaft. Auf wundersame Weise verstummen alle Erfahrungsberichte und Ratschläge sobald klar ist, dass es sich um die zweite Schwangerschaft handelt. Das Gefühl der Mitmenschen der armen Erstschwangeren wertvolles und bisher unbekanntes Wissen mit geben zu können ist verflogen. Dafür kommt eine neue Art Gespräch dazu, nämlich der....

5. Geschwister-Smalltalk
Während ich in dieser Schwangerschaft (zum Glück) oft nur kurz gefragt werde wie es geht, muss die Chaosbraut immer wieder Fragestunden oder gute Ratschläge über sich ergehen lassen. Nachdem die Kleine unendlich oft nach dem (bisher geheimen) Namen der kleinen Schwester gefragt wurde, gab sie dem Baby kurzerhand den Namen "Schnitzel" und erstickt damit jede weitere Namensfrage irgendwelcher Mitmenschen im Keime.
Besonders beliebt ist auch die Frage "Freust du dich denn schon auf das Geschwisterchen!?", auf die die Chaosbraut - ihrer guten Erziehung brav folgendend - stets mit einem "ja" antworten muss und sich bei der Aussage "Dann musst du dich aber auch immer gut um die kleine Schwester kümmern!" wahrscheinlich jetzt schon wünscht sie könne bitte ewig ein Einzelkind bleiben.
Beliebt sind auch Sätze wie "Tust du dann der Mama immer fein helfen, ja?" (und zwar genau in dieser Formulierung!) oder der sehr realitätsnahe Hinweis "Dann hast du ja bald einen zum spielen!" (weil Säuglinge bekanntlich so gut spielen können und die Chaosbraut dann auf ihre gleichaltrigen Kindergartenfreunde verzichten kann).

Die Chaosbraut ist vorbereitet! Sie hat ein Geschwister-Diplom!

6. Gedanken an die Entbindung
In der ersten Schwangerschaft war klar: Irgendwie muss das Kind da raus und ich hörte davon, dass das weh tun soll!
In der zweiten Schwangerschaft ist klar: Oh sch***, das wird die Hölle!
Auch wenn die Geburt der Chaosbraut schnell ging und Schmerzen und Sorgen tatsächlich nach einiger Zeit vergessen (bzw verdrängt) sind - auch in Sachen Geburt ist man der Realität ein Stück näher gekommen und ich weiß jetzt, dass, anders als auf RTL II, keine romantische Musik eingespielt wird, wenn der kleine Wonneproppen an die frische Luft gespült wird.

7. Der Mutterpass
Während ich das gute Stück in der ersten Schwangerschaft wie den heiligen Gral stets in meiner Handtasche spazieren trug, liegt er nun zu Hause herum. Beinahe wäre er schon einmal ins Altpapier gerutscht und einen Morgen habe ich vor dem Frauenarzttermin eine gefühlte Ewigkeit danach suchen müssen. Immerhin habe ich es geschafft eine Hülle dafür zu nähen, schließlich habe ich das für die Chaosbraut auch gemacht. Und damit sind wir schon bei Punkt Nr. 8....

8. Bitte immer schön gerecht bleiben
In der ersten Schwangerschaft habe ich Tagebuch geführt. In den praktischen kleinen Kalender habe ich pünktlich jede Woche etwas hinein geschrieben, inklusive dem aktuellen Gewicht und Bauchumfang.
Etwa in der 16. Woche habe ich es geschafft auch für die zweite Schwangerschaft einen solchen Kalender zu kaufen. Meist muss ich gleich mehrere Wochen rückwirkend etwas hinein schreiben, weil ich einfach nicht jede Woche dazu komme. Einen Bauchumfang habe ich bis heute noch nicht gemessen.
Außerdem muss ich für das Chaosbaby dringend noch eine Namensgirlande nähen, die ich für die Chaosbraut zu dieser Zeit natürlich längst fertig hatte. Ach, und jetzt erinnere ich mich daran, dass ich noch ein kleines Notizbuch kaufen muss, um die besonderen Ereignise und Meilensteine des Chaosbabys nach der Geburt darin mit Datum festzuhalten - schließlich habe ich das für die Chaosbraut auch gemacht! Wenn der Stress die beiden Schwester gleich zu behandeln jetzt schon anfängt, möchte ich gar nicht an die Zeit nach der Geburt denken.....


Ihr seht also, ein zweites Mal schwanger zu sein ist irgendwie anders. Aber wie ich finde ist es nicht wenig schön!