Freitag, 30. Mai 2014

Husten, Schnupfen, Heiserkeit - der Inhalator hilft weiter!

Vor kurzem haben wir uns den Beurer Inhalator IH20 zugelegt.
Ich kannte solche Geräte bereits aus Berichten anderer Mütter und dachte "Kann ja nicht schaden, so etwas zu Hause zu haben". Dass wir das Gerät schon so bald brauchen würden, hatte ich nicht gedacht...


...die Chaosbraut wachte eines morgens auf und hörte sich an als habe sie die ganze Nacht durchgefeiert. Außerdem hatte sie einen bösen Husten und die Nase führte ein ganz besonderes Eigenleben. Kurzum: eine Erkältung hatte sie erwischt.

Natürlich war das in erster Linie absolut doof, aber immerhin konnte ich das Inhalationsgerät jetzt  ausgiebig testen ;-)

Der erste Weg führte also in die Apotheke, denn inhaliert wird mit einer Kochsalzlösung. Die Apothekerin hat mir die Pari NaCl Inhalationslösung mit gegeben. Aber welche Lösung man nimmt ist wahrscheinlich ziemlich egal! Wichtig ist: Sämtliche anderen Zusätze zum Inhalieren, die über die Kochsalzlösung hinaus gehen, sollte man nur nach Absprache mit dem Kinderarzt verwenden.

Der Sinn der Inhalation besteht darin, die Atemwege zu befeuchten und den Abtransport von Schleim zu erleichtern. Wir alle haben bestimmt schon mal über einer Schüssel heißem Wasser gehangen, ein Handtuch über dem Kopf und fleißig inhaliert. Diese Variante der Inhalation ist für Kleinkinder ja völlig ungeeignet und daher ist so ein elektrischer Inhalator eine gute Alternative. Eine Mutter erzählte mir mal ihre Art der Inhalation für Kleinkinder: Immer wenn ihr Kind Husten hat, dreht sie die Dusche auf, dreht die Temperatur hoch und setzt sich mit dem Kind vor die laufende Dusche ... ähm ... sicher auch eine Möglichkeit... aber wir haben ja jetzt den Inhalator.

Der IH 20 von Beurer ist ziemlich klein und kompakt und in dem kleinen Schubfach lässt sich sämtliches Zubehör optimal verstauen. So verschwindet der Inhalator bei Nichtgebrauch problemlos in unserem Badezimmerschrank.

Das Zubehör ist umfangreich und bietet verschiedene Aufsätze. Für Kinder ist sogar eine extra Kindermaske dabei. In den Vernebler gibt man die Inhalationslösung und auf Los geht's los....

Ich war erst etwas von dem lauten Geräusch überrascht, aber nachdem ich die Klappe des Schubfachs geschlossen hatte, war das Gerät nur noch halb so laut ;-) Die Chaosbraut hat sich an dem Geräusch überhaupt nicht gestört, auch wenn es schon mehr als ein kleines leises Surren ist.

Da ich der Chaosbraut noch keine Maske aufziehen konnte, habe ich den Vernebler einfach direkt vor ihr Gesicht gehalten und dann mit ihr zusammen Bücher angeschaut. Der Inhalator und der austretende "Qualm" hat sie nicht gestört - im Gegenteil! Zu Beginn hat sie versucht die Wölkchen zu fangen. Nachdem sie das Gerät kannte war es ihr einfach egal und mit ausreichender Beschäftigung nebenher war das Inhalieren überhaupt kein Problem!

Ob die Auswirkungen der Erkältung nun ohne den Inhalator stärker gewesen wären, kann ich natürlich nicht sagen. Der Husten hat sich aber schnell gelöst.

Das Gerät kostet etwas mehr als 50 Euro und ist online problemlos bei zB Amazon oder Windeln.de zu bestellen. Da so viel Zubehör mitgeliefert wird, kann das Gerät von der ganzen Familie genutzt werden und so finde ich die Investition durchaus sinnvoll! Wenn ich mir dadurch den ein oder anderen Hustensaft ersparen kann, dann bin ich schon zufrieden.

Dienstag, 27. Mai 2014

Aus Mamajeans wird Tochterrock


Röcke sind leicht genäht, ganz ohne Schnittmuster! Egal ob für Mutter oder Kind, mittels weniger Maße könnt ihr euch Röcke aus verschiedensten Stoffen nähen. Hier möchte ich euch zeigen, wie ihr eine ausrangierte Jeans noch zu einem süßen Jeansrock „upcycled“:

Ihr braucht:

1 ausrangierte Jeans
Bündchenware oder geeigneten Jersey für das Bauchbündchen

Zunächst müsst ihr mit dem Maßband an die kleine Dame. Messt einmal den Hüftumfang an der breitesten Stelle. Für alle Windelträger messt ihr am besten den Umfang mit Windel!

Dann müsst ihr euch festlegen wie lang der Rock werden soll. Optimal finde ich es, wenn der Rock kurz über den Knien endet. Wenn euer Modell nicht stillstehen möchte, dann nehmt euch eine kurze Hose und messt dort die Länge vom Bauchbündchen bis zum Ende des Hosenbeins. Ihr könnt den Rock auch zwischendurch anprobieren und gegebenenfalls kürzen, bevor ihr das Bauchbündchen annäht.

Als nächstes müsst ihr erst mal die alte Hose auseinander schneiden. Dazu schneidet ihr die beiden Hosenbeine jeweils an der Außennaht auf. Die Ziernaht auf der Beininnenseite wollen wir ja für den Rock verwenden.


Schneidet dann großzügig die Hosenbeine ab und legt sie aufgeklappt vor euch hin. (Ich schlage die Jeans gerne unten um, daher musste ich einige male heiß drüber bügeln, damit sie für den Rock wieder glatt werden)


Legt sie rechts auf rechts aufeinander, so dass die Ziernaht genau aufeinander liegt! Messt jetzt vom unteren Saum ausgehend die von euch benötigte Rocklänge und markiert sie. 


Kürzt dort das Hosenbein/den Rock (plus Nahtzugabe!).

Jetzt müsst ihr den Rock noch auf die gewünschte Breite bringen. Da die Jeansnaht in der Mitte liegen soll nehmt ihr die Hälfte des gemessenen Hüftumfangs und teilt diese nochmal durch 2. Messt jeweils rechts und links der mittleren Ziernaht diese Länge ab, markiert sie und bringt den Rock auf die gewünschte Breite. Beachtet auch hier wieder, eine Nahtzugabe auf beiden Seiten aufzurechnen!
(Wenn euer Rock einen A-Schnitt haben soll, dann muss der Rock natürlich nach unten hin auseinander laufen!)


Jetzt sieht das Ganze doch schon fast wie ein Rock aus!

Wenn ihr Applikationen oder Taschen aufnähen wollt, dann könnt ihr das an dieser Stelle tun. Da ich einfach einen schlichten Jeansrock haben wollte, habe ich nun die Teile zusammen gefügt. 

Legt dazu die beiden Rockteile rechts auf rechts aufeinander und schließt die Seitennähte. Näht am besten vom unteren Saum ausgehend nach oben. Sonst lauft ihr Gefahr, dass der untere Saum nicht ganz aufeinander liegt. Wenn ihr nicht mit einer Overlock näht, dann versäubert die Naht zB mit einem Zickzackstich.


Wer sich mit der Rocklänge nicht sicher ist, der kann jetzt den Rock anprobieren und gegebenenfalls von oben weg kürzen.

Für das Bauchbündchen braucht ihr jetzt die Bündchenware. Ihr könnt das Bauchbündchen natürlich auch aus normalem Jersey nähen.
Die Bündchenlänge müsst ihr individuell abschätzen. Oftmals reicht es, wenn das Bündchen 20% kürzer ist als der Rockumfang. Da aber jeder Stoff unterschiedlich ist, passe ich ihn meist individuell an. Das könnt ihr machen, indem ihr das Maßband vor euch legt und euch den Hüftumfang darauf markiert. Nehmt dann einen Streifen Bündchen,  legt ihn an das Maßband und zieht den Stoff in die gewünschte Dehnung. Vergesst nicht eine Nahtzugabe mit einzurechnen! 


Ich habe das Bündchen in 8cm Breite zugeschnitten (der Streifen wird hinterher auf der Hälfte gefaltet!). Aber auch das könnt ihr ganz nach Belieben machen.

Wenn ihr die richtige Bündchenlänge zugeschnitten habt, dann könnt ihr es an den Rock nähen und seid schon fertig.


Für alle Bündchenunerfahrenen die Detailserklärung:
Markiert euch zB mit einer Stecknadel oder mit Schneiderkreide die Mitte des Bündchenstreifens. Näht die Enden des Bündchenstreifens rechts auf rechts aneinander. Faltet das Bündchen dann der Länge nach, so dass links auf links liegt. Zieht dann den Schlauch über den Jeansrock, so wie auf dem Foto.
Fixiert mit einer Stecknadel die Naht des Bündchenschlauchs auf der hinteren Ziernaht des Rocks. Die zuvor markierte Mitte fixiert ihr auf der vorderen Ziernaht. Wenn ihr das ganze jetzt dehnt, dann verteilt sich das Bündchen gleichmäßig rund um den Rock. Wer unsicher ist setzt jetzt noch mehrere Stecknadeln, damit das Bündchen beim Nähen gleichmäßig am Rock liegt. Fangt neben der hinteren Naht an zu nähen und dehnt das Bündchen dabei mit.

Auch hier sollte wieder versäubert werden, wenn ihr nicht mit Overlock näht.



So, taddaaa, und schon seid ihr fertig!





Diese Vorgehensweise gilt natürlich für alle Kinderröcke, egal ob aus einer alten Jeans oder aus neuem Stoff.  Bis zu welchem Alter ihr eure Jeans an eure Mädels vererben könnt, hängt natürlich vom Schnitt der Jeans und eurer Hosengröße ab ;-). Ich habe eine Jeans in Größe 38 mit geradem Bein benutzt und hätte in der Breite noch viel Stoff über gehabt.

Mir gefällt der Rock super und das nächste Modell werde ich mit Sicherheit mit Aufsatztaschen verschönern.
Direkt danach habe ich einen Jerseyrock genäht, der ein klein wenig Ballonartig ausfällt. Dabei habe ich auch fleißig Fotos gemacht. Außerdem liegen hier noch Fotos für eine Pucksack-Anleitung und ein Hosenschnitt in Größe 80/86 rum ...aber jetzt seid ihr ja erst mal mit dem Rock-Projekt beschäftigt :-)

Ich wünsche euch erst mal viel Spaß beim Nachmachen. Ich freue mich sehr, wenn ihr mir eure Ergebnisse zeigt!!!

Natürlich flitze ich mit diesem Projekt noch schnell zu Kiddikram und creadienstag :-)

Montag, 26. Mai 2014

Unser Wochenende...

...mal wieder im Schnelldurchlauf:

Wir haben

... uns an den ganz kleinen Sachen riesig erfreut ;-)

Schaschlickspieß a la Chaosbraut :-)

... eine Regenjacke erstanden (passend zum Wetter)

Jacke: Ticket Outdoor

... entschlossen die unbeoachteten Momente zu nutzen


... uns auf die kommende WM eingestimmt (Madame sitz mit dem neuen Strohhut und dem REWE-Fähnchen im Auto und brüllt "allè allè allè" ... ich hab gedacht ich piesel mir in die Hose vor lachen)

Hut: H&M, Fahne: Rewe ;-)

... momentan die absolute Schlafkrankheit

Schlafsack: Alvi

... und einige Schritt-für-Schritt-Anleitungen für euch fotografiert

Ein Lillestoff wird zu einem süßen Jersey-Rock, Anleitung kommt bald!

Wir haben die gemeinsamen Tage mal wieder genossen und freuen uns schon wieder auf das nächste Wochenende.

Startet gut in die Woche!

Donnerstag, 22. Mai 2014

Schieben oder schieben lassen....

Mittlerweile hat sich rund um unser Haus eine Menge Spielzeug angesammelt. Es fing mit einem BobbyCar an, ging weiter über einen Anhänger, einen Sandkasten, Sandschaufel, Förmchen, Harke....komplettiert wurde die Ausstattung zu Ostern durch eine tolle Schubkarre.

Schon in der Spielgruppe hat die Chaosbraut die ersten Schubkarren ausprobiert und schnell zeigte sich, dass Schubkarre eben nicht gleich Schubkarre ist!

Natürlich kann man sich jetzt fragen, ob man aus jeder kleinen Anschaffung für's Kind eine Wissenschaft machen muss. Natürlich nicht, aber mit unserer Schubkarre haben wir (bzw. der Oma-Osterhase) einen guten "Griff" gemacht. Daher möchte ich euch gerne unseren Glücksgriff vorstellen:

Hersteller dieser Schubkarre ist "Gowi", ein österreichischer Hersteller für Plastikspielzeug. Ihr findet dort eine riesige Auswahl an Sand- und Wasserspielzeug, Schubkarren, Stapelpyramiden, Fahrzeuge uvm. Unsere Schubkarre findet sich unter der Kategorie "Kindergarten", was wohl auch die Stabilität dieser Schubkarre erklärt. Sie scheint wirklich unverwüstlich!


Wir haben uns ganz bewusst eine Schubkarre mit 2 Rädern vom Osterhasen gewünscht. In der Spielgruppe haben wir schnell festgestellt, dass diese Karren für die Kleinen viel praktischer sind.
Die Kleinen laufen damit einfach viel sicherer. Die Chaosbraut hat sie sogar draußen als Lauflernwagen benutzt. Über unwegsames Gelände und Stock und Stein geben die Räder zusätzliche Balance und was auch wichtig ist: Der Inhalt geht nicht so schnell verloren. Einrädrige Schubkarren kippen schnell mal zur Seite weg und schnell findet sich der gesamte Inhalt auf dem Boden wieder. Die Chaosbraut klettert auch gerne mal in die Schubkarre oder schiebt sie einhändig durch die Gegend. Das wäre mit nur einem Rad gar nicht möglich.

Die Schubkarre steht hier bei Wind und Wetter draußen, ist der direkten Sonne ausgesetzt, wird schwer beladen und manchmal etwas unliebsam behandelt ..... alles kein Problem! Die Gummibereifung ist nicht nur schön sondern auch schön leise ;-) und die Achse aus Metall und die stabile Plastikwanne halten richtig was aus!

Für alle, die noch auf der Suche nach der perfekten Schubkarre sind, können wir unser Modell nur empfehlen!
Gowi- Spielzeug bekommt ihr in vielen Geschäften vor Ort oder im Internet zB bei Baby-Markt, Amazon, MyToys ....



Mittwoch, 21. Mai 2014

Liebe Sonne - du kannst kommen!

Die Zeit vergeht so schnell - jetzt ist der Mai schon wieder in den letzten Zügen, der Sommer hat endlich wieder nach Deutschland gefunden und schon bald geht es für uns in den Sommerurlaub!

Grund genug, endlich mal wieder die Nähmaschine auf Touren zu bringen und den Kleiderschrank der Chaosbraut sommertauglich zu machen.

Dieses mal bin ich unheimlich stolz auf meine Werke, weil diesmal viele eigene ideen drin stecken.

Das TShirt ist nach dem Regenbogenbodyschnitt von Schnabelina entstanden. Die Schnittmuster liegen mittlerweile in sämtlichen Größen und Schnittvarianten auf meinem Nähtisch. Ob Rundhals- oder amerikanischer Ausschnitt, Langarm, kurzarm, Shirt oder Body - der Schnitt ist total vielseitig!

Das Shirt ist nach dem Schnittmuster für den Rundhalsausschnitt entstanden und passt mal wieder wunderbar!

Das süße Achselshirt ist eine etwas freie Interpretation des Regenbogenbodys. Ich habe die Ärmel weg gelassen und den Armausschnitt nach unten ein wenig verändert. Auch den Halsausschnitt habe ich anders gestaltet, denn ich wollte ein eher weites und luftiges Shirt für die warmen Tage. Dieses Shirt ist im Handumdrehen genäht.... Zuschneiden, Säumen, Seiten- und Schulternähte schließen - fertig!

Das Schnittmuster für die Hose habe ich selber erstellt. Ich habe mich an einer gekauften Sommershorts orientiert, wollte aber eher einen sportlichen Schnitt. Von dem Ergebnis bin ich total begeistert und auf diese süße Sternchenshorts folgte direkt eine weitere in gemütlichem weichen Jersey. Ich versuche in nächster Zeit mal einen Schnitt mit Anleitung online zu stellen. Den Jeansstoff habe ich auf dem Stoffmarkt enteckt und mich sofort verliebt!

So, und nun zu meinem Upcycling-Projekt. Ich kann ja bekanntlich einfach keine Stoffe wegschmeißen, also landen zurzeit alle meine Kleidungsstücke erst mal in meiner Stoffkiste. So auch die Jeans, die vor einigen Wochen leider im Schritt gerissen war. Und da ich seit langem nach einem schlichten dunkelblauen Jeansrock für die Chaosbraut suche, habe ich daraus kurzerhand selber einen genäht.
Die Anleitung dazu gibt es bald für euch, nur so viel: der Rock besteht aus den beiden Hosenbeinen.
Ich bin ganz stolz auf diesen Einfall und war begeistert wie schnell und einfach er umzusetzen war!

Natürlich ist das was für den Kiddikram!




Montag, 19. Mai 2014

Unser Wochenende...

... ohne große Details im bebilderten Schnelldurchlauf....

Wir haben....

...ausprobiert wie viele Haarspangen auf einen Kopf passen....




.... im Supermarkt schnell den Führerschein erworben...

Jacke: Jack Wolfskin, Hose: H&M, Schuhe: Viking


... die Natur genossen ....


Jacke: Disana, Mütze: Finkid


.... spontan die Ankunft eines neuen Erdenbürgers begossen ....




.... erlebt, dass auf Regen endlich die Sonne folgt....




...und man mit dem übrig gebliebenen Regenwasser toll spielen kann....




... und Mamas Nähprojekte voran getrieben...




Wie immer hoffe ich, dass ihr auch alle ein schönes Wochenende genossen habt! Startet gut in die neue Woche!


Freitag, 16. Mai 2014

Finger brechen und verzweifeln


Zu Ostern wollte ich meiner Nichte etwas besonderes schenken: Selbst genähte Puppenkleidung.
Ganz selbstbewusst war ich der Meinung, dass dieses Projekt kein Problem darstellen würde....

.... bis ich die Puppe meiner Nichte in der Hand hatte. Sie hat den Sigikid Schmusewichtel und so süß diese Puppe auch ist... die Proportionen sind alles andere als schneiderfreundlich. Der Bauch dick, die Arme kurz... zum verzweifeln!
Bei Schnabelina habe ich hier ein paar Schnittmuster für Puppen gefunden. Leider brachte mich das bei der "verkorksten" Figur des Schmusewichtel nicht weiter und ich musste "frei Schnauze" nähen.

Ich habe zum Teil die bereits vorhande Kleidung als Vorlage genutzt und den Rest durch Ausmessen und Ausprobieren angepasst.
Das Nähen war dann absolute Fingerspitzenarbeit. In diesen winzigen Größen das Bündchen einzunähen hat mich fast um den Verstand gebracht. ständig sind die kleinen Stoffstücke verrutscht und ich musste fast meine Finger mi unter die Maschine halte, um optimal nähen zu können.

 Eigentlich wollte ich bedeutend mehr Kleidung nähen, aber da das Projekt doch zeitaufwändiger wurde, entstanden "nur" in Body, eine Hose, ein Kleid und ein Schlafsack. Auch wenn ich mit dem Ergebnis nicht 100% zufrieden bin, der Nichte hat es gefallen. Und das ist ja die Hauptsache!

Vielleicht hat einer von euch einen guten Tipp zum Thema "Puppenkleidung nähen"? 

Und natürlich geht es damit zu Kiddikram....

Mittwoch, 14. Mai 2014

Big days...

Vor einigen Wochen habe ich euch ja schon begeistert berichtet, dass wir Markenbotschafter in der Big Days -Kampagne von Gore-Tex sind. Ziemlich schnell nach dieser Nachricht kam auch schon das erste Paar Schuhe.

Ich war total gespannt, denn Modell oder Farbe kann man leider nicht frei wählen. Unser Testpaar hat uns dann aber sofort gefallen und Gott sei Dank hatten wir auch eine farblich passende Jacke dazu im Schrank ;-)

Bei unserem Testpaar handelt es sich um "Hobbit GTX" von Viking.
Die Firma Viking ist ein renommierter norwegischer Hersteller von Outdoorschuhen. Sie stellen nicht nur Kinder- sondern auch Erwachsenenschuhe her und zwar Alltagsschuhe, Gummistiefel, Wanderschuhe und Thermoboots. Die Firma existiert seit 1920 und hat immerhin schon seit 1992 die Goretex-Lizenz.

Ich bin immer wieder fasziniert von Kinderschuhen. Mal abgesehen davon, dass die kleinen Größen immer so süß aussehen, ist es wahnsinn wie viel "Technik" in so einem kleinen Schuh steckt.
Gerade bei diesem Modell ist mir das besonders aufgefallen.

Die kleinen Dinger sind unglaublich leicht! Das habe ich zunächst kaum erwartet, da sie ja auch wegen der robusten Sohle erstmal eher schwer aussehen. Das Material der Sohle ist aus einem Stück gefertigt und trotz der robusten Optik relativ beweglich und weich. Die Schuhe haben auch eine herausnehmbare Innensohle. Das finde ich immer super, denn so kann man die Passform am Kinderfuß besser überprüfen. Außerdem kann man sie so besser reinigen oder austauschen.

Das restliche Material der Schuhe ist leicht, dünn und atmungsaktiv - eben Gore-Tex! Es besteht aus einem dünnen Mesh, welches die Temperatur und Feuchtgkeit in den Schuhen optimal ausgleicht. Durch die Gore-Tex Membran ist der Schuh wasserdicht, aber eben auch atmungsaktiv. Die Chaosbraut schwitzt bei warmem Wetter schnell an den Füßen. Gerade zu den vergangenen sonnigen Frühlingstagen kamen die kleinen Füße schon mal etwas nass aus den Lederschuhen. In den Vikings hatte sie bisher immer trockene Füße! Dank dem schrecklich nassen Wetter der letzten Tage können wir auch sagen: Die Schuhe sind auch wasserdicht - zumindest den kurzen Gang durch die Pfütze haben sie trocken überstanden.

An der Fußspitze und rechts und links der Verse ist das Material durch einen grauen Überzug verstärkt und vor Materialabrieb geschützt. Gerade beim Krabbeln und klettern über Stock und Stein ist das super, denn so bleiben die Schuhe trotzdem unbeschadet.

Nun, die Chaosbraut läuft, krabbelt und klettert seit Wochen unbeschwert in ihren neuen Schuhen der  #goretexbigdays . Leider kann sie ihre Meinung nicht mitteilen, aber der Schuh scheint für sie komfortabel und behindert sie nicht beim Blödsinn treiben. Ob in der feuchten Wiese, in der warmen Frühlingssonne, über Stock und Stein oder in der Stadt... der Schuh hat bisher in allen Lebenslagen überzeugt!

Es ist toll zu sehen wie so ein kleiner Mensch "auf die Füße kommt". Wo wir doch jeden Tag ganz selbstverständlich aufstehen, Treppen steigen, Sport treiben... kaum zu glauben welcher Kraftakt für den Körper dahinter steckt und wie sorgfältig er diese Bewegungen in den ersten Lebensjahren übt. Gute Schuhe, die auch nicht behindern sind dabei besonders wichtig. Die Vikings haben mit rund 80€ zwar einen wirklich stolzen Preis, aber sie haben uns auch durchweg überzeugt!



Montag, 12. Mai 2014

Goodbye...

Manchmal muss man sich von Dingen trennen.

In meinem Fall ist es leider mein Dawanda-Lädchen "Tillis Shop".

Vielleicht ist dem ein oder anderen schon aufgefallen, dass der Werbebanner für meinen Shop seit kurzer Zeit aus meiner Sidebar verschwunden ist. Der erste Schritt einer schon lange anstehenden Entscheidung.

In der Elternzeit habe ich viel genäht und hatte Spaß daran, neben Kind und Haushalt noch ein eigenes kleines Projekt zu haben. Ich habe vor allem Sitzkissen für den Tripp Trapp genäht und verkauft und habe mich gefreut, dass nicht nur aus dem Bekanntenkreis, sondern auch von fremden Leuten, Bestellungen kamen.
Doch als ich wieder anfing zu arbeiten, wurde mir das alles zu viel. Zuerst kam ich nicht mehr dazu den Shop regelmäßig zu befüllen. Als der Shop dann langsam leerer wurde, wurde das Nähen eher zur lästigen Pflicht und saß mit einem dauerhaften schlechten Gewissen in meinem Hinterkopf.

Ich habe es jetzt lange vor mir her geschoben, aber so ist es nunmal: Tillis Shop muss schließen!
Wenn ich jetzt die Zeit finde zu nähen, dann möchte ich lieber etwas für die Chaosbraut oder mich nähen und zwischen all den täglichen Pflichten und To-Do's ging der Shop einfach unter.

Ich nähe weiterhin gerne und so viel wie möglich. Aber eben nur mit Freude, wenn gerade Zeit und Lust ist.

Die eigene kleine Selbständigkeit war eine schöne Erfahrung. Die Arbeit, die in so einem kleinen Shop steckt ist wirklich groß! Schließlich muss man nicht nur nähen ... Man muss regelmäßig Stoffe nachkaufen, die Produkte ordentlich fotografieren und hinterher das Angebot online einstellen. Dabei geht eine Menge Zeit drauf, die auch die etwas höheren Preise von Dawanda-Produkten erklärt. Es hat Spaß gemacht zu sehen, dass anderen meine Werke so sehr gefallen, dass sie dafür Geld bezahlen. Das ist ein schönes Gefühl und streichelt das "Schneider-Ego" :-)

Aber man kann eben nicht auf allen Hochzeiten tanzen. Deswegen verabschiede ich mich von meinem Shop und schaffe mein "Dauer-Schlechtes-Gewissen" damit ab.

Es bleibt damit mehr Zeit für kreative Näh-Ideen, neue Nähprojekte und natürlich für den Blog.

In nächster Zeit zeige ich euch daher meine neusten Projekte aus der Sommerkollektion für die Chaosbraut, mein erstes großes selbst genähtes Kleidungsstück für die Chaosmama und die ein oder andere Nähanleitung oder Schnittmuster.

Außerdem freue ich mich schon sehr auf die Blogbeiträge rund um unseren Sommerurlaub.
Der Postbote stand in letzter Zeit öfter vor unserer Tür und hat das ein oder andere interessante Paket abgeliefert. Ihr dürft gespannt sein, welche "Urlaubs-Must-haves" uns erreicht haben. Wir werden ausführlich berichten.

So, und nachdem ich eben die Chaosbraut ausgiebig in den Schlaf gekuschelt habe (heute habe ich sie nur zum Frühstück und zum Schlafengehen gesehen, das Mutterherz leidet... :-(  ) und euch die neusten Neuigkeiten verkündet habe, gehe ich jetzt in die Horizontale ..... Sofa ich koooommmeeeee!