Sonntag, 24. Januar 2016

Madita

Ich habe ja schon ein paar Mal erwähnt, dass ich selber als Kind nicht gerade das typische Mädchen war. Ich habe viel mit Lego gespielt, besaß nicht eine einzige Barbie und hatte Spaß mich mit den Jungs auf dem Schulhof zu prügeln.
Ich besaß damals immerhin eine Puppe - im sportlichen Outfit, ohne viel rosa oder chichi. Viel bespielt wurde diese Puppe von mir nicht.
Nun gut, ich scheine mich trotzdem einigermaßen gesellschaftskonform entwickelt zu haben. Auch die Sorge für die Chaosbraut bekomme ich ohne Puppenmutter-Training wohl ganz gut hin.

Die Chaosbraut muss ihr Puppen-Gen also eher vom Papa haben. Schon im Kindergarten erzählte man mir, dass sich die Chaosbraut fast ausschließlich in der Rollenspielecke aufhält. Hier würden die Puppen bekocht, bespielt, schlafen gelegt und herum getragen. "Auf einer erstaunlich weit entwickelten Rollenspiel-Ebene" bescheinigte mir die Kindergärtnerin. Aha.
Und wurde die Chaosbraut in der Vorweihnachtszeit gefragt "Na, was wünscht du dir vom Christkind?" kam meist wie aus der Pistole geschossen "Eine PUPPE!"
Eine "richtige" große Puppe besaß die Chaosbraut bisher noch nicht, also war klar, was das Christkind tatsächlich brachte: Eine Puppe!


Als die Chaosbraut ihre Puppe auspackte, gab es keinen Ausdruck von Freude im Gesicht. Kein Lächeln, keine großen Augen, kein übermütiges Aufreißen des Geschenkpapiers. Kurz fürchtete ich, dass ihr ganzes Gerede über Puppen vielleicht nur so daher gesagt war.
Aber schnell war klar: Im Moment des Auspackens hatte die kleine Chaosbraut eine große und wichtige Aufgabe übernommen! Sie hatte binnen Millisekunden die volle Verantwortung für diese Puppe übernommen, wiegte sie mit gewichtigem Blick im Arm, legte sie sich vorsichtig und liebevoll über die Schulter und gab ihr kleine zärtliche Küsschen, die mir beim Zusehen Gänsehaut verursachten.

Die Bescherung hätte in diesem Moment zu Ende sein können, denn die Chaosbraut war seelig. Nach einigem hin und her stand auch schnell der Name fest: Madita!


Als wir nach der Bescherung bei Oma und Opa mit Madita auf dem Rücksitz zu Hause vor fuhren, regnete es. Umständlich ließ sich die Chaosbraut aus ihrem Autositz schälen und anstatt schnellen Schrittes Richtung Haustür zu gehen, ging sie ganz vorsichtig. Ich glaube als ich mit der Baby-Chaosbraut damals aus dem Krankenhaus nach Hause kam ging ich nicht annähernd so vorsichtig.
Mit der einen Hand drückte sie Madita feste an sich, die andere Hand hielt sie über den Puppenkopf "Madita darf nicht nass werden!".

Seit dem hat sich nicht viel geändert. Madita wird nach wie vor von der Chaosbraut umsorgt und Abends liebevoll zu Bett gebracht: "Schlaf schön!" heißt es dann und Madita bekommt wieder eins dieser Küsschen, die fast überlaufen vor Liebe.

Woher sie nun dieses Puppenmami-Gen hat - keine Ahnung. Aber ich hoffe, dass sie die Liebe, die sie im Spiel an Madita weiter gibt, von Mama und Papa hat. :-)


Bei Madita handelt es sich übrigens um die "Maxy Muffin" von Götz. Sie hat einen weichen Körper, nur Arme, Beine und Kopf sind aus Plastik. Dadurch sieht sie einem echten Baby sehr ähnlich und ist trotzdem ein wenig kuschelig.
Wir haben uns gegen eine interaktive Puppe und vor allem für Schlafaugen entschieden. So hat die Chaosbraut genügend Raum für ihre eigene Phantasie, den sie auch voll und ganz ausnutzt.

Freitag, 15. Januar 2016

Was ist drin?

Als Mutter denkt man ja plötzlich über Sachen nach, die man zuvor ganz unbedacht akzeptiert hat. So habe auch ich erst nach der Geburt der Chaosbraut genauer auf Schadstoffe geachtet.

Die Gefahr von Schadstoffen im Kinderwagen, der Babyschale, dem Lieblingskuscheltier, dem Babybrei oder der Trinkflasche löst bei Eltern Angst aus. Das ist doch verständlich, schließlich handelt es sich hier um eine "unsichtbare Gefahr", die wir im Alltag leider nicht beurteilen können.
Natürlich würden wir unser Baby niemals zum Schlafen auf ein Nagelbrett legen, hier wäre die Gefahr einfach zu offensichtlich. Eine möglicherweise chemisch belastete Babymatratze können wir als Eltern aber nicht erkennen und müssen auf Herstellerangaben und gesetzliche Normwerte vertrauen.
Als Botschafter der Initiative "Kleine Helden leben sicher" wurden wir nun wieder auf das Thema aufmerksam gemacht. Aktuell beschäftigt sich die Initiative nämlich mit dem Thema "chemische Inhaltsstoffe" und diese Fülle an Informationen möchte ich euch nicht vorenthalten.
Die Initiative rät allen Eltern, bei der Wahl der Kinderproukte genau hinzuschauen und auf Markenprodukte zurück zu greifen, die für Länder mit strengen Vorschriften produziert wurden. Dabei geht es natürlich in erster Linie um Produkte aus Deutschland bzw dem europäischen Raum.
Außerdem findet ihr hier die TOP5 der chemischen Inhaltsstoffe und es wird erklärt, wozu diese Stoffe überhaupt genutzt werden.

Denn eins ist klar, in Zeiten in denen Produkte lange haltbar sein sollen und die Kunden einen gewissen Komfort verlangen, kommen wir an chemischen Stoffen nicht vorbei. Anderfalls müssten wir unsere Kinder im Holzschlitten durch die Stadt ziehen, ihnen Steine als Kuscheltiere geben und den Babys Schnuller aus Ästen in den Mund schieben.
Lieblingsspielzeug wird geknutscht und geknuddelt
Als Mutter achte ich darauf, keine Produkte zu kaufen, die offensichtlich extrem billig im Ausland produziert wurden. Außerdem gucke ich auf Prüfsiegel und lese bei größeren Anschaffungen Testberichte. Auch kaufen wir kein Sprudelwasser in Plastikflaschen mehr, sondern haben uns einen Soda Stream mit Glasflaschen angeschafft (zum Glück haben wir hier eine gute Qualität des Leitungswassers). Die Chaosbraut trägt keine billig produzierten China-Schuhe an ihren Füßen, hat für unterwegs eine der tollen schadstofffreien Isybe Trinkflaschen und schläft auf einer geprüften Matratze....

ausschließlich GOTS-Mode für die Kleinsten?
Trotzdem darf sie sich in der Drogerie schon mal eins der Getränke in PET-Flaschen aussuchen, besitzt einen Haufen unkontrolliert bei uns eingewanderter Kuscheltiere und ernährt sich nicht nur von Bio-Produkten.

Chemische Inhaltsstoffe gehören zu unserem Leben und sind in unserer komfortablen und bunten Welt oft unumgänglich. Unternehmen, die mit solchen Stoffen verantwortungsvoll umgehen gibt es, auch wenn sich solche Produkte nicht immer im Billig-Discounter finden lasen. Ich finde es wichtig, sich zu informieren, sich selber zu hinterfragen und auf Prüfsiegel und Herkunftsländer zu achten. Den Kindern zu Liebe sollten wir den Gebrauch chemischer Stoffe beschränken, sie aus unserem Leben verbannen können wir nicht.

Wer sich ausführlich mit den Inhaltsstoffen und den europäischen Regularien dazu beschäftigen möchte, der findet bei "Kleine Helden leben sicher" eine gute Zusammenfassung.


Sonntag, 10. Januar 2016

Mama muss selbständiger werden!

Heute darf ich im Rahmen der Aktion "Muttiple Choice" etwas zum Thema "Pläne für 2016" beitragen.
Ich habe lange überlegt, welche Ereignisse in unserem Terminkalender für 2016 stehen. Und da ich feststellte, dass wir in diesem Jahr bisher keine Großereignisse erwarten, dachte ich schon, ich müsse euch mit langweiligen Neujahrsfloskeln unterhalten.
Doch dann fiel mir etwas ein, dass mich 2016 beschäftigen wird...


In wenigen Wochen wird die Chaosbraut 3 Jahre alt und dieses Jahr habe ich das erste Mal das Gefühl, für 2016 keine Mütter-Meilensteine zu erwarten...

Sobald der Schwangerschaftstest das ersehnte Ergebnis zeigt, fiebert man vielen Meilensteinen entgegen: Die ersten 12 Schwangerschaftswochen überstehen, das Geschlecht erfahren, den Entbindungstermin erreichen, die Geburt, das erste Lächeln, die Taufe, der erste Brei, die ersten Schritte, die ersten Worte, der erste Kindergartentag..... All diese kleinen Meilensteine im Muttileben rasen in den ersten 3 Jahren an einem vorbei - doch was erwartet uns dieses Jahr?

Kuckuck!

Ich weiß es nicht! Mit Blick auf 2016 habe ich zum ersten Mal seit langer Zeit das Gefühl, nichts zu erwarten - keine Meilensteine, keine Großereignisse, keine Besonderheiten. Bisher drehte sich meine Mutti-Welt um all die kleinen Meilensteine im Muttileben, und jetzt?
Die Chaosbraut ist schon lange kein Baby mehr, sie ist vor allem in den letzten Wochen so erschreckend groß geworden. Ein mittlerweile so ausgelutschter Satz einer jeden Mutter, den aber jede Mutter im Laufe der Zeit mehrfach von sich gibt. Ein Baby, das man vor "kurzer" Zeit noch schreiend in den Armen wog, plötzlich zu einem Spielnachmittag bei einer Kindergartenfreundin abzugeben, ist einfach ein ganz seltsames Gefühl.

Manchmal habe ich das Gefühl, dass mir noch gar nicht bewusst ist, wie groß und damit selbständig die Chaosbraut schon ist.
Ich sehe mich "schnell mal nach oben flitzen", damit das Kind nicht zu lange unbeaufsichtigt im Wohnzimmer sitzt. Ich lasse alle Türen offen, wenn ich im Bad die Wäsche falte, um auch sofort jedes eventuell auftretende Problem zu hören. Ich stehe im Flur und horche, wenn die Chaosbraut alleine nach oben in ihr Zimmer geht. Ich helfe ihr Schuhe und Jacke auszuziehen, obwohl sie es längst alleine kann  ...

Das geht auch ohne Mama! (Superfit, "Tensy Winter")

... ich lese kein Buch, wenn ich mit der Chaosbraut zusammen bin (abgesehen von Kinderbüchern), ich gehe nicht an meinen PC oder surfe wenn überhaupt nur sehr kurz im Internet. Ich sitze nicht immer wie eine Gluckenmutti neben meinem Kind und bewache jede Bewegung, aber ich gebe zu mich doch immer in "Alarmbereitschaft" in einsatzbereiter Nähe zur Chaosbraut aufzuhalten. Doch in den letzten Wochen stand ich oft wie Falschgeld herum, während die Chaosbraut alleine und gedankenversunken spielte.

Helikopter-Mum? Vielleicht!
Aber ich glaube mir fällt einfach nur die Umstellung schwer. Die ersten 3 Jahre war ich so fremdbestimmt in meinem Tun. Alles (naja zumindest sehr viel) orientierte sich an der Chaosbraut, ich war ständiger Ansprechpartner und die oftmals benötigte Unterstützung in allen Lebenslagen.

Mama als Steh-Hilfe

Jetzt bin ich bald Mutter einer 3jährigen, die so selbständig ist und in den letzten 3 Jahren so viel gelernt hat, dass sie meine Unterstützung in diesem Ausmaß gar nicht mehr benötigt.

Mein Plan für 2016? - Mama muss wieder selbständiger werden!


Muttiple Choice ist eine gemeinsame Aktion von Ann-Kathrin von Munchkinshapyplace,  Katha von Ich und du. Und du. , Sarah von Mamagogik, Julia von Sommernachtschaos, Anja von Gänseblümchen&Sonnenschein und Lea von buntlebenmitlea und Mamitilli


Montag, 4. Januar 2016

Frohes neues Jahr

Ich wünsche euch allen von Herzen ein glückliches, gesundes und gutes neues Jahr 2016! Ich hoffe ihr hattet alle ein paar schöne Feiertage und konntet die Zeit mit euren Lieben genießen!

Wie ihr wahrscheinlich gemerkt habt, bin ich schon Mitte Dezember in den Blog-Weihnachtsurlaub gestartet. Neben dem üblichen Weihnachtsstress hatte die Chaosbraut eine fiese Erkältung erwischt und so haben wir uns eine etwas größere Weihnachts-Auszeit gegönnt. Ich hoffe ihr habt mich vermisst ;-)


Jetzt ist es aber an der Zeit, sich mit neuer Kraft in die Bloggerarbeit zu stürzen. Also habe ich es mir hier mit einem Glas Rotwein gemütlich gemacht und stürze mich in die Arbeit :-)

Bevor ich anfange neue Posts zu schreiben, sie wieder zu verwerfen, wieder schreibe, es wieder verwerfe, mir ein neues Glas Rotwein hole, wieder etwas anfange, es dann lieber für später auf die Warteliste schiebe und mit viel Glück am Ende einen Blogpost verfasse, möchte ich euch etwas erzählen.

Ab 2016 bin ich Teil einer ganz tollen Gruppe von Bloggerinnen, die sich unter dem Titel "Muttiple Choice" zusammen getan haben.


Diese Gruppe von (mit mir jetzt) 7 Familienbloggerinnen, bietet jeden Monat 7 verschiedene Beiträge zu einem Thema. So bunt und unterschiedlich wie alle Familien da draußen sind, so sind auch die Beiträge - 7 verschiedene Muttis bedeutet 7 verschiedene Arten ein Thema anzugehen, 7 verschiedene Erfahrungen, 7 verschiedene Geschichten, vielleicht sogar 7 verschiedenen Meinungen.
Zu der Gruppe gehören Ann-Kathrin von Munchkinshapyplace,  Katha von Ich und du. Und du. , Sarah von Mamagogik, Julia von Sommernachtschaos, Anja von Gänseblümchen&Sonnenschein und Lea von buntlebenmitlea .
Ich finde es ja immer sooo aufregend, über das Netz völlig fremde Leute kennen zu lernen, mit ihnen ins Gespräch zu kommen, sich auszutauschen und dann sogar etwas zusammen auf die Beine zu stellen.

Ich bin gespannt darauf, was wir zu den verschiedensten Themen alles zusammen tragen und hoffe, dass auch euch die neuen Inhalte gefallen werden.

Es geht gleich diese Woche los! Ab heute erfahrt ihr unsere 7 Geschichten zum Thema "Unsere Pläne für 2016", am Sonntag könnt ihr dann hier bei mir etwas zu dem Thema lesen.
Also kippe ich schnell noch mal etwas Rotwein ins Glas und überlege, was ich euch denn über unser Jahr 2016 erzählen könnte.... Prost!