Montag, 29. Februar 2016

Unser Kaufladen (DIY Ideen)

Ups, ja nun ist Weihnachten schon ein paar Tage her und ich habe euch noch gar nicht DAS Weihnachtsgeschenk der Chaosbraut gezeigt.
Nachdem die Chaosbraut schon Monate engagiert mit ihrer Supermarktkasse alles verkaufte was nicht Niet und Nagelfest ist, war klar: Das Christind muss einen Kaufladen bringen!

Es sollte auf jeden Fall ein Kaufladen aus Holz sein, die Plastikdinger finde ich nämlich nicht so ansehnlich. Entschieden haben wir uns für einen Kaufladen von Eichhorn, der in Aufmachung und Preis-Leistungsverhältnis überzeugte.

Beim Auspacken gefiel mir der Stoff dann gar nicht. Er passte überhaupt nicht in das Kinderzimmer der Chaosbraut. Also habe ich mich kurzerhand an die Nähmaschine gesetzt und aus einem unifarbenen Stoff eine Alternative genäht. So ist der Kaufladen jetzt weniger bunt und fügt sich etwas besser ins Kinderzimmer ein.

Der Kaufladen musste nach dem Auspacken natürlich noch aufgebaut werden - das ging eigentlich ziemlich zügig. Die komplette Rückwand besteht aus einem Stück, so dass nur noch die Füße und die Theke zusammen geschraubt werden musste.
Für den Preis ist der Kaufladen doch recht stabil und ansehnlich, wenn man bedenkt was andere Holz-Kaufläden so kosten. Die einzelnen Bauteile haben eine ausreichende Dicke und der fertig aufgebaute Laden hat eine Größe von 77x110x74cm.
Der Kaufladen wurde bereits intensiv bespielt, vor allem wenn Freundinnen zu Besuch sind wird er meist von 2-4 Kindern gleichzeitig belagert. Er steht dabei bombenfest und hat noch keine Gebrauchsspuren davon getragen.

Für die "Waren" im Kaufladen habe ich erstmal Ewigkeiten im Internet gesurft. Manche Dinge fand ich unglaublich teuer, andere irgendwie einfallslos und zu viel Plastik wollte ich auch nicht haben.
Naja, und da ich ja gerne bastel und kreativ bin, habe ich angefangen die Waren selbst herzustellen. Natürlich war das ein wenig Arbeit, ich finde aber es hat sich gelohnnt.



- Die Milch
Die Milchflaschen bestehen aus leeren Actimel-Fläschchen. Den Verpackungskarton habe ich auf eine graue Pappe abgepaust und ausgeschnitten. Am Computer habe ich mir ein paar Etiketten selber entworfen und den Karton damit beklebt. Auch die Flaschen bekamen jeweils ein Etikett, indem ich den Umfang gemessen und die Etiketten in der Größe darauf angepasst habe. Mit einem Küchengummi habe ich dann noch kleine Stoffstücke über die Flaschenöffnung gespannt.


- Pilze und Würstchen
Im Billigladen habe ich einen Block Modelliermasse gekauft. Daraus habe ich allerhand Dinge geformt, z.B. auch Würstchen und Pilze. Leere gespülte Gläser mit Schraubverschluss habe ich dann mit entsprechenden Etiketten beklebt - fertig. Um die Modelliermasse zu bemalen verwendet ihr am besten Acrylfarbe, die ihr im Bastelladen und manchmal auch im Billigladen findet. Die Modelliermasse ist lufttrocknend.


- Brot und Gebäck
Ebenfalls aus der Modelliermasse habe ich Brot und Gebäck geformt. Baguette, Brot, Schnecken, Brötchen, Brezeln - eurer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Mein Gebäck fiel relativ klein aus, damit die einelnen Teile nicht so schwer werden, natürlich könnt ihr aber auch mehr Modelliermasse kaufen und damit große Teile formen.

-Seife
Für die Seife habe ich einen rechteckigen Klotz aus Modelliermasse geformt und hellrosa angemalt. Im Internet findet ihr verschiedene Vorlagen für kleine Faltschachteln. Mit einem Etikett beklebt macht ihr daraus eine Verpackung für die Seife.

- Creme
Dafür sammelt ihr am besten leere Cremedosen und -tuben unterschiedlichster Art. Es sammeln sich im Badezimmer ja meist viele kleine Tuben an, oder man geht in der Drogerie am Pröbchenstand vorbei. Wer hier noch selber kreativ werden will, findet in nder Drogerie auch leere unbedruckte Tuben, Döschen und Fläschchen. Diese könnt ihr dann mit eigenen Etiketten bekleben.


- Äpfel
Für die Äpfel habe ich mir große Styropurkugeln gekauft. Mit meinem Bastelfilz und einer Filznadeln habe ich dann einmal rund um die Kugel gefilzt. Am Ende kam noch ein Stengel und ein Blatt in grünem Filz dazu. Das war ganz schön viel Arbeit, daher habe ich beschlossen - 2 Äpfel sind genug ;-)


- Ketchup
Viele Lebensmittel findet ihr im Supermarkt auch in kleiner Ausgabe- so wie diese Ketchupflasche. Ich habe sie gespült, das Etikett dabei erhalten und sie dann mit rotem Filz gefüllt - fertig.

- Butter
Ist euch schon mal aufgefallen, dass die Folie eurer Butter auf eine besondere Weise gefaltet ist? Das hat mich fast um den Verstand gebracht. In unserer Baustelle fielen kleine Klötze aus Sperrholz ab, die ich als füllung für meine Butter genutzt habe. Für die Verpackung habe ich im Bastelladen eine Rolle der goldenen Metallfolie gekauft (den Rest davon könnt ihr gut zum basteln / prickeln benutzten). Dann habe ich mich mit einem echten Paket Butter hingesetzt und die Holzklötze genau wie echte Butter in der Folie eingeschlagen. Legt euch am Besten ein Original daneben, dann bekommt ihr den Dreh besser raus. Zum Schluss gab es noch ein selbst gemacht Etikett.


- Marmelade
Fahrt ihr bald in den Urlaub, oder kennt ihr jemanden, der bald in einem Hotel nächtigt? Dann bittet ihn doch, die kleinen Marmeladengläser vom Frühstücksbuffett mitzubringen. Manchmal habt ihr aber auch Glück und ihr findet solche Gläser im Supermarkt.
Ich habe sie innen mit Farbe ausgepinselt und gut trocknen lassen. Auf den Deckel gabe es dann noch ein Etikett - fertig.


- Cakepops
In einem Anflug von Übermut sind auch Cakepops entstanden. Dafür habe ich aus Modelliermasse kleine Kugeln geformt und auf einen Cakepop-Stab gesteckt. Nachdem sie getrocknet waren habe ich sie angemalt und mit bunten Zuckerstreuseln verziert. Anschließend habe ich sie in Klarsichtfolie gepackt, damit nicht doch ein Kind an der Farbe leckt.


- Lollies
Für die Lollis müsst ihr euch aus verschiedenen Filzstücken schmale Streifen ausschneiden. Wenn ihr zweifarbeige Lollies wollt, dann legt ihr zwei verschieden farbige Streifen aufeinander und rollt sie ein. Am Ende drückt ihr mit Kraft einen Schlaschlickspieß einmal quer durch die Filzschichten - fertig

- Käse & Wurst
Diese Idee habe ich auf Pinterest gefunden war direkt begeistert. Aus gelbem Bastelfilz habe ich Käsescheiben ausgeschnitten, aus hellrosa Moosgummi wurden Mortadella-Scheiben. Beides habe ich je auf eine Pappplatte geklebt und in eine Klarsichttüte geschoben (gibts zB beim DM). Am PC habe ich dann Etiketten gestaltet, welche in der Mitte einmal geknickt und dann oben an die Tüte getackert wurden. Käse und Wurst sind definitiv meine Lieblinge im Kaufladen geworden.

- Nudeln
Ja, ich habe mich tatsächlich hingesetzt und aus Modelliermasse einzelne Spirelli-Nudeln geformt! Mein Tipp - lasst es! Letztendlich habe in einfach eine Klarsichttüte mit echten Nudeln befüllt und auch diese mit einem gefalteten Etikett versehen. Ging schnell und sah auch viel besser aus.


- Kleinkram aus dem echten Supermarkt
Geht einfach mal mit offenen Augen durch den Supermarkt und ihr werdet vieles finden, was sich für den Kaufladen eignet. Z.B. diese kleine Käse-Verpackung.
Für das Gewürzregal bieten sich auch echte Verpackungen an, die ihr aufbewahren könnt, anstatt sie weg zu schmeißen.



 Am Anfang war ich unsicher, ob meine aufwändig gestalteten Produkte für's Spielen überhaupt geeignet sind. Innerlich bereitete ich mich darauf vor, dass in wenigen Tagen die ersten Beschädigungen auftreten würden.... aber Fehlanzeige! Der ganze Kaufladen wir regelmäßig von einer Horde kleiner Mädchen bespielt. Die Sachen werden verkauft, in Taschen gepackt und begutachtet - bisher ohne irgendwelche Schäden. Nur die Folie der Butter werde ich jetzt noch verkleben, die packen die Mädels nämlich dauernd aus. Ansonsten scheint alles unkaputtbar und kommt bei den Kids total gut an.




Mittwoch, 24. Februar 2016

In meinem Körper ist was los - Buchvorstellung

Wie ihr ja wisst schauen wir gerne im Buchladen oder in der Bücherei vorbei und genießen die gemeinsame Lese-kuschelzeit. Dabei fällt für euch auch immer wieder eine Buchvorstellung ab, so wie heute.

Hier findet ihr die Buchvorstellung des Buches "In meinem Körper ist was los!", das uns dann leider doch nicht vom Hocker gerissen hat - auch wenn die Grundidee eine gute ist. Schöne Bilder, aber leider keine schönen Texte - auch das muss mal gesagt sein. Aber lest selbst ....


Montag, 15. Februar 2016

Glitzerseife selber machen

Ihr sucht eine Idee für den Kindergeburtstag? Eine schöne Bastelidee, ein Geschenk für Oma und Opa, eine kreative DIY Idee für Kinder?

Ich wollte auf dem Kindergeburtstag der Chaosbraut gerne etwas besonderes basteln, und da brachte mich meine Schwester auf ein tolle Idee: Glitzerseife selber machen! Wenn man damit kleine Mädchen nicht begeistern kann, dann weiß ich auch nicht.




Ihr braucht:

  • klare Seife im transparenten Pumpspender
  • verschiedenes Glitzerpulver, Glitzerkonfetti etc.
  • Aufkleber
  • lange Schaschlikspieße


Klare Seife in einem durchsichtigen Pumpspender zu finden ist gar nicht so einfach. Ich wurde letztendlich bei der Eigenmarke von real fündig. Zuerst hatte ich bei Rossmann welche gekauft - wie sich hinterher heraus stellte ein Fehlkauf. Wichtig ist nämlich, dass sich die Etiketten rückstandslos entfernen lassen (Bei Rossmann blieb der Kleber auf der Flasche).

Das Glitzerpulver habe ich bei Action gefunden, die verschiedenen Glitzerkonfetti und die Aufkleber in anderen Billigläden. Solche Läden sind meist eine echte Fundgrube an diversem Glitzer-Konfetti-Kram. Das Glitzerpulver kam im praktischen Spender daher, das Konfetti habe ich auf kleine Teller geschüttet, so dass sich die Kids besser daran bedienen können.


Entfernt zunächst das vordere und hintere Etikett der Pumpflaschen- Ihr habt jetzt ein "nackte" Seife. Um die Flaschen den Geburtstagsgästen besser zuordnen zu können, habe ich für jede Flasche den Namen aus Vinylfolie geplottet und am unteren Rand aufgeklebt.
Wer die Möglichkeit nicht hat, der kann die Flaschen mit einer schönen Handschrift selber beschriften, die Namen aus gekauften Buchstabenstickern aufkleben oder einfach jedem Kind einen besoneren Sticker zuordnen, der dann aufgeklebt wird.

Dreht die Pumpvorrichtung aus den Flaschen und legt sie zur Seite (auf einen Teller oder ein Tuch).

Jetzt dürfen die Flaschen frei nach Schnauze befüllt und beklebt werden. Zwischendurch sollte der Inhalt mit dem Spieß umgerührt werden, damit sich das glitzernde Material verteilt und man schon ein erstes Ergebnis sieht.


Zum Schluss wird die Pumpvorrichtung wieder aufgeschraubt und man kann die Flasche einmal kräftig schütteln. So verteilt sich der Inhalt am besten, eventuell entstehende Luftblasen verschwinden nach kurzer Zeit ganz von selbst.

Der Glitzer sinkt nach einigen Tagen auf den Flaschenboden. Man kann die Flasche dann erneut schütteln oder umrühren. Die Chaosbraut besteht aber darauf, den Glitzer am Flaschenboden zu lassen - so wird nämlich bei jedem Gebrauch auch etwas Glitzer heraus gepumpt (und sie mag sich die Seife dann gar nicht wieder abspülen).


Für ältere Kinder gibt es eine weitere schöne Idee: Lasst die Kinder etwas malen (die Zeichnung sollte ein paar Zentimeter kleiner sein als die Flaschenhöhe). Wenn ihr diese Zeichnung laminiert, könnt ihr sie zusammengerollt in die Seifenflasche schieben. Dort entfaltet sie sich dann und z.B. Oma und Opa können sich bei jedem Handewaschen über das Bild des Enkels freuen.

Für die Dreijährigen hat die Version aus Glitzer und Aufklebern ausgereicht, eine schöne Zeichnung kommt in dem Alter ja noch nicht zustande. Die Mädels haben ganz seelig ihre Flaschen gefüllt und beklebt. Auch die Dauer dieser Bastelaktion war genau richtig für das Alter.
Natürlich ist diese Idee aber nicht nur für Mädchen geeignet. Glitzer gibt es ja auch in "jungstauglichen" Farben und der Glitzereffekt fasziniert doch alle Kinder.

Diese Bastelidee ist günstig, schnell vorbereitet und ziemlich gefahrlos durchzuführen. Verschütteter Glitzer ist schnell aufgesaugt und auch die Seife lässt sich bei kleinen Matschereien leicht wegwischen.

Ich wünsche euch viel Spaß beim Nachmachen!


Mittwoch, 10. Februar 2016

Kindergeburtstag für 3jährige

Wie feiert man einen Kindergeburtstag für 3jährige? Garnicht - hätte ich früher gesagt.
Für die meisten "Partyspiele" sind die Kids in dem Alter zu klein, manche bleiben nicht gerne ohne Mama und außerdem und sowieso... muss das denn sein?

In unserem Fall ja! Die Chaosbraut hat mittlerweile richtige Kindergartenfreundschaften geschlossen, ständig "muss" ich irgendein anderes Kind mit vom Kindergarten nach Hause nehmen, oder die Chaosbraut will sich irgendwo anders verabreden. Und als dann die ersten Freundinnen ihren Geburtstag feierten war klar, dass auch ich um die Party für 3jährige nicht herum komme.

Unser Geburtstagsplan: 
In erster Linie wollte ich die Kids einfach frei spielen lassen. Die Mädels spielen erfahrungsgemäß so nett miteinander und beschäftigen sich wirklich prima.
Natürlich sollte es trotzdem ein kleines Highlight geben, das auch gleichzeit das Mitgebsel nach Hause sein sollte.
Mit einem gemeinsamen Essen "schlägt" man auch immer etwas Zeit tot, außerdem freuen sich die Muttis, wenn die Kinder nicht nach Hunger schreien, sobald sie zu Hause sind.


Uhrzeit und Dauer:
Am Freitag nach Karneval war bei uns der Kindergarten geschlossen. Ich habe daher die Gelegenheit genutzt und für diesen Tag um 10 Uhr eingeladen. Bis dahin ist wohl jede Familie aus dem Bett gekrochen und in Schale geschmissen.
Das Ende habe ich für 13Uhr veranschlagt. So konnte ich auch das gemeinsame Essen zeitlich unterbringen. 3 Stunden, fand ich für die kleinen Zwerge mehr als ausreichend und für die Muttis eine gute Gelegenheit trotz geschlossenem Kindergarten noch schnell etwas zu erledigen.

Die Einladung:
Wichtig! Und wie! Während wir gebastelt haben, habe ich mich gefragt, ob der Aufwand wirklich lohnt. Das bleibt dahin gestellt, aber dass es auch eine Einladung "zum Anfassen" gibt, war der Chaosbraut sehr wichtig. Sie hat sich so sehr darauf gefreut ihre Einladungen an ihre Freundinnen zu verteilen. Die Chaosbraut hat 4 Freundinnen eingeladen. Das ergab sich ganz automatisch, da die Mädelsclique aus den fünfen besteht. Mehr Kinder finde ich für das Alter auch schon zu viel.
Die Chaosbraut hatte zum "Kostümfest" geladen und daher auch eine mottogerechte Einladung verteilt. Die Idee hierfür habe ich auf Pinterest gefunden und an einem verregneten Nachmittag war sie mit der Chaosbraut schnell gebastelt. Pinterest ist generell eine gute Ideenquelle rund um das Thema Kindergeburtstag. In meinem Pinterest-Album habe ich eine einige Ideen zusammen getragen (siehe Fenster in der rechten Sidebar)


Das Essen:
Nicht kreativ, aber immer beliebt: Pizza! Und damit das Essen auch zu einem kleinen Programmpunkt wird, sollten die Kids ihre Pizza selbst belegen.
Zu Beginn gab es natürlich auch Kuchen. In unserem Fall waren es kleine Schoko-Cupcakes mit bunten Zuckerstreuseln.
Für die Cupcakes habe ich einfache Schokomuffins gebacken. Von der Geburtstagstorte hatte ich noch einiges an Ganache übrig, so dass ich diese mit der Spritztüte auf die Muffins gesetzt habe.


Die Vorbereitungen:
Ich habe viel zu viel Essen gekauft! Im Supermarkt kam ich in den totalen Party-Shoppingwahn und Erdnussflips, Gummibärchen, Mini-Käse, Pombären und allerhand anderes Zeugs landeten im Einkaufswagen. Das meiste davon habe ich den Kids erst gar nicht angeboten.
Für die Pizza habe ich mir ein fertiges Pizzakit mit Teig und Sauce gekauft (für einen eigenen Pizzateig war nun wirklich weder Zeit noch Nerven). Dazu Reibekäse, Thunfisch, Salami und Mais. Damit war das Mittagessen ohne viel Aufwand geritzt.
Um das anschließende Aufräumen zu erleichtern habe ich mich für Pappgeschirr entschieden. Außerdem kann hier nichts kaputt gehen und es sieht auch einfach netter aus.

Am Morgen der Party wurde es dann etwas aufwändiger. Im Wohnzimmer habe ich die Möbel zur Seite geschoben, so dass wir eine schöne große Spielfläche hatten. Da im Wohnzimmer auch viel Spielzeug der Chaosbraut gelagert wird, bot es sich perfekt als Spielzimmer an. Ein paar Spielsachen habe ich heimlich versteckt - zB die Knete, die nicht auswaschbaren Filzstifte, Stempel und anderes Zeugs, das nur so zum kollektiven Blödsinn einlädt ;-)
Zum Glück war das neue Wohnzimmer in unserem neuen Anbau zwar fertig renoviert, aber noch ohne Möbel. Hier konnte ich die Kindertafel einrichten und sogar ein Bällebad aufbauen.
Als Kindertisch habe ich übrigens unseren Wohnzimmertisch genommen.
Das Essen war schnell vorbereitet. Ich habe den ausgerollten Pizzateig in 5 kindgerechte Minipizzen geschnitten und auf jeden Kinderteller ein Stück gelegt. Darunter habe ich direkt ein Stück Backpapier gelegt und auf dessen Rand den Namen des Kindes geschrieben. So konnte ich die Pizzen nach dem Backen auch problemlos zuordnen. Dann habe ich nur noch die Zutaten auf mehrere Schälchen verteilt - fertig.

Unterstützung?
Ich war mir sicher, dass ich die Party alleine wuppen würde. Wie gesagt, es handelte sich um 5 sehr friedliche kleine Mädchen, nicht um eine Horde wild gewordener. Aber zum Glück bot sich kurzerhand meine Mutter als Untertsützung an - eine gute Entscheidung. Für ein gutes Stündchen kam sie dazu und konnte beim basteln und beim Pizzabacken helfen, denn dafür hätte ich definitiv zu wenige Hände gehabt. Wer also die Möglichkeit hat, sollte sich zumindest für die Dauer irgendwelcher Aktionen eine Unterstützung holen.


Die Party:
Es war so ziemlich das niedlichste, was ich je gesehen habe! Wie die 5 Damen zum Kaffekränzchen am gedeckten Kindertisch saßen war einfach süß! Noch dazu hatten wir unsere Gäste ja gebeten kostümiert zu kommen, so dass sich also zwei Prinzessinnen, ein Schmetterling, ein Marienkäfer und die Geburtstagskatze am Tisch versammelten. Die Chaosbraut war so stolz auf ihre Party, ihre Gäste, ihre gedeckte Kuchentafel - sie hat es nicht mal geschafft die Geschenke auszupacken.
Wir haben also zunächst "in Ruhe" Kuchen gegessen und dann waren die Kids ganz wild darauf zusammen zu spielen. Wie von selbst verteilten sich die Mädels im Wohnzimmer und im Kinderzimmer der Chaosbraut (ein Tipp wenn das Kinderzimmer im 1. Stock liegt: das Babyphone einschalten, dann bekommt ihr zumindest ein bisschen mit, was oben gerade passiert) und durchforsteten sämtliches Spielzeug der Chaosbraut.

Nach einer guten Stunde habe ich dann alle zum Basteln zusammen getrommelt. Ich musste nur das Wort "Glitzer!!!" rufen und alle Mädels versammelten sich schlagartig am Kindertisch. Hier hatte ich für jedes Kind eine Pumpflasche Flüssigseife und einiges an Glitzer, Konfetti und Sternchen bereit gelegt. Meine Schwester hatte mich auf die Idee der selbst dekorierten Seife gebracht und etwas abgewandelt war es wirklich eine tolle Bastelaktion für die Kleinsten.
Die Anleitung für diese Glitzerseife stelle ich euch in ein paar Tagen online.


Gleichzeitig sollte die Seife das "Geburtstags-Mitgebsel" sein. Ich tue mich ja etwas schwer damit, wenn die Kids am Ende der Party, vollgestopft mit Kuchen und Süßigkeiten, noch einen Geschenkbeutel voller Süßigkeiten und kleinen Präsenten bekommen. Mir ist das irgendwie zu viel. Denn a) hat ja das Geburtstagskind Geburtstag und nicht die Gäste, und b) gab es doch meist schon die ganze Party über alles was das Herz begehrt. Nunja, hier gibt es sicher verschiedene Meinungen. Ich habe am Ende noch ein paar Schokobons mit Luftschlangen an die fertigen Seifenflaschen geknotet. Übrigens hatte ich mit meinem Plotter vorher die Namen der Mädels aus Vinylfolie geschnitten und auf die Flasche geklebt. Die personalisierte Glitzerseife war damit der absolute Renner bei den Mädels und jedes Kind trug ganz stolz seine Glitzerseife nach Hause. Außerdem bin ich jetzt der Held der anderen Muttis, denn seit dem Geburtstag wollen ihre Kids sich dauernd die Hände waschen ;-)

Nach der Glitzerseife wurde noch einmal gespielt. Ich konnte in der Zeit das Glitzerchaos beseitigen, den Backofen vorheizen und den Tisch fürs Pizzabacken decken.
Dort wurden dann fleißig die Pizzen mit allerhand Kram beladen und die Partygesellschaft spazierte im Entenmarsch zum Backofen.


Gegen halb eins waren die Teller geplündert und die Kids haben bis zum Eintreffen der Eltern noch einmal richtig aufgedreht.


Als die Horde dann aus dem Haus war und die Chaosbraut glückseelig in ihrem/unserem/meinem Chaos saß, fiel eine Last von mir ab. Die Verantwortung für 5 Kleinkinder zu tragen, allen einen schönen Vormittag zu bereiten und alles irgenwie unter Kontrolle zu halten war eine Aufgabe. Aber ich hatte es mir ehrlich gesagt schlimmer vorgestellt. Nach einer guten Stunde Spielsachen zusammen räumen, Staubsaugen, Essensreste beseitigen, Möbel rücken... war von einem Kindergeburtstag nichts mehr zu sehen.


Sonntag, 7. Februar 2016

Wie ist das so als Mutter?

3 Jahre Chaosbraut, 3 Jahre Muttersein, 3 Jahre Stress, 3Jahre unendliche Liebe, 3 Jahre Chaos, 3 Jahre Familie ...
3 Jahre Kekskrümel im Auto, der Handtasche und der Sofaritze. 3 Jahre Spielzeug in Auto, der Handtasche und der Sofaritze. 3 Jahre überlaufende Wäscheberge. 3 Jahre bis an die Zähne bewaffnet mit Feuchttüchern, Trinkflaschen, Keksen und Stofftieren.

Diese Woche war es so weit und der Tag aller Tage,der Tag der Mutter-Werdung, der Tag an dem die Chaosbraut endlich an die frische Luft kam, hat sich zum dritten Mal gejährt.

Doch nicht erst nach 3 Jahren ist klar: Das Muttersein ist etwas, auf das man sich nicht vorbereiten kann, was einem keine Elternzeitschrift so wirklich verdeutlichen kann ...

Ich hätte zum Beispiel nie gedacht, dass ich in der Öffentlichkeit eingehende Gespräche über Geschlechtsteile führe, oder dass ich unter den Ohren aller im Geschäft befindlichen Personen erklären darf, warum "die Frau da drüben so komisch aussieht!"
Ich hätte auch nie geglaubt, dass mich jemand zur absoluten Weißglut treiben kann, ich ihn aber gleichzeitig bis ins unendliche Liebe. Oder dass ich im Angesicht des allergrößten Chaos laut und herzhaft Lachen muss.
Nie hätte ich mir erträumt, dass mir ein Kuss auf die Wange oder eine Umarmung so sehr das Herz auf links dreht.
Ich hatte nicht den Hauch einer Ahnung was es bedeutet, vor 6 Uhr aufzustehen, zu arbeiten, das Kind abzuholen, Haushalt, Besorgungen und Kinderbespaßung unter einen Hut zu bekommen und das ganze am Ende des Tages auch noch schön zu finden.

Theoretisch hatte ich von all den Dingen gelesen. Jede Schwangere ist ja bis zum Zeitpunkt der Geburt vollgepumpt mit dem Mütterwissen aus Elternzeitschriften, Online-Foren und den guten Ratschlägen des sozialen Umfelds. Man möchte schließlich wissen, was auf einen zukommt. Hätte es Mütter-Theorie-Bögen ähnlich der Führerscheinprüfung gegeben - ich hätte sie alle bestanden.
Aber ich finde man kann das Muttersein nicht beschreiben, noch kann man sich wirklich darauf vorbereiten.

Ich weiß theoretisch was man tun kann, wenn ein Baby ewig brüllt. Aber wie es sich anfühlt sein schreiendes Baby auf dem Arm zu halten, dafür gibt es keine Worte.
Man kann sich schlagfertige Antworten bereit legen, die einen aus peinlichen Situationen befreien könnten. Aber seid euch gewiss, euer Kind wird kreativer sein als ihr.
Ihr könnt immer bestens ausgerüstet und vorbereitet sein, aber ihr werdet mit Sicherheit im entscheidenden Moment die Wechselkleidung vergessen.
Ihr könnt euren Nachwuchs mit allergrößter Sehnsucht erwarten, aber was ihr wirklich fühlt, erfahrt ihr erst bei der Geburt.
Es gibt keine Worte, um diese Gefühle und Erlebnisse zu umschreiben. Es ist einfach wie es ist!

Ich habe vor der Geburt der Chaosbraut mit vielem gerechnet - aber nicht damit!


Das hier ist mein Beitrag zur Februar-Runde von Muttiple Choice. Auch Katha, Ann-Kathrin, Sarah, Julia, Anja und Lea befassen sich diesen Monat mit dem Thema "Muttersein - Vorstellung vs Realität".