Mittwoch, 8. März 2017

Ausflugstipp: Museum König in Bonn

Mit Kleinkindern schon ins Museum? Aber klar! Und zwar ins Museum König nach Bonn!


Verregnete Sonntage gibt es leider viel zu viele im Jahr und auch jetzt gerade sehne ich mir sonnige Frühlingstage herbei.  Aber viel zu oft sitzen wir eben am Sonntag am Frühstückstisch und überlegen, was wir mit dem verregneten Tag anfangen sollen.
Und wem es genauso geht, dem lege ich für solche Tage das Museum König in Bonn ans Herz!

Das zoologische Forschungsmuseum König liegt zwischen der Museumsmeile und der bonner Innenstadt und ist mit öffentlichen Verehrsmitteln, aber auch mit dem Auto leicht zu erreichen. Parkplätze gibt es in unmittelbarer Nähe nur wenige. Wer also zu Stoßzeiten wie Sonntag Nachmittag einen Parkplatz sucht, der fährt am besten direkt auf den Parkplatz an der Kunst- und Ausstellungshalle.

Im Museum König findet ihr eine Dauerausstellung verschiedenster Lebensräume und ihren tierischen Bewohnern. Ihr entdeckt z.B. die Savanne, Arktis/Antarktis, Wüste oder Mitteleuropa in Form von natürlich gestalteter Lebenswelt und toll präparierten Tieren. Man kommt Elefanten, Giraffen und Löwen so unglaublich nahe und kann sie ganz in Ruhe betrachten... die großen Pfoten, das glänzende Fell, die starken Augen. Man erkennt den natürlichen Lebensraum der Tiere und hin und wieder auch, wie das Zusammenleben dort aussieht, denn auch hier heißt es "Fresen und gefressen werden".


Eindrucksvoll stehen die Elefanten am Wasserloch, in der Ausstellung der Polargebiete gibt es ein Walskelett und einen tollen Seeelefanten, man kann in ein Iglu krabbeln, echten Wüstensand anfassen und auch heimische Tiere aus unmittelbarer Nähe sehen. Die Tiere wurden ganz toll aufbereitet und die darum herum gestalteten Lebensräume mit viel Liebe zum Detail dargestellt.


Wer auch zwischendurch mal ein lebendes Tier sehen möchte, der findet im Lebensraum "Wasser" eine tolle Aquarienwelt in der es viel zu entdecken gilt.


Ganz neu und auch noch nicht in Gänze fertig gestellt ist die Ausstellung "Regenwald". Der Ausstellungsbereich des "Unterholz" ist bereits fertig, das "Kronendach" wird bald folgen. Dieser Bereich ist wirklich wunderschön und wirklich aufregend und detailreich gestaltet. Man fühlt sich mitten im Regenwald und kann dank der verbauten Technik viele Informationen erhalten.


Wir waren zum ersten Mal im Museum König, als die Chaosbraut gerade 3 Jahre alt war. Sie war so begeistert, dass sie sich schon seit langem gewünscht hatte, mal wieder "in das Museum mit dem Hippopotamus" zu fahren. So viele echte Tier aus unmittelbarer Nähe betrachten zu können hatte sie schwer beeindruckt und das Nilpferd zum Anfassen direkt im Eingangsbereich fand sie besonders gut. Als der Chaospapa dann fachmännisch erklärte, dass es sich hier um ein Hippopotamus handele, ahnten wir nicht, dass uns dieser Begriff lange begleiten wird.
So kam es nämlich, dass wenige Tage später die Erzieher im Kindergarten Tierbilder zeigten. Und als die Erzieherin erklärte, dass dort ein Nilpferd zu sehen sei, erwiederte unsere Chaosbraut ganz oberschlau, dass es sich dort wohl eher um ein Hippopotamus handele. Ich hätte gerne erklärt, dass wir unser Kind zweisprachig erziehen - deutsch und latein - konnte mich aber angesichts der irritierten Erzieherin vor Lachen kaum halten. Ein Nilpferd nennt die Chaosbraut seitdem immer "Hippopotamus" und ich glaube viele Leute haben sich darüber schon heimlich gewundert.


Das Museum König ist für verschiedene Altersstufen (und natürlich auch für Erwachsene!) interessant und ein echter Ausflugstipp! Nicht nur für Kinder sind vor allem die großen und so eindrucksvollen Tiere spannend zu betrachten und ein tolles Erlebnis.
Für größere Kinder gibt es immer wieder Stationen zum ausprobieren und entdecken. Aber auch die Kleineren können hier schon einiges lernen. So konnte ich der Chaosbraut z.B. an einer Stelle sehr anschaulich erklären wohin die Sonne in der Nacht verschwindet.

Wer am Schluss (oder zwischendurch) hungrig geworden ist, der kann sich im angeschlossenen Kaffe ein wenig stärken. Der Zugang zum Museum ist barrierefrei und die einzelnen Etagen mittels Aufzug zu erreichen. Nur die Lebenswelt "Wasser" erreicht man nur über eine Treppe.

Die Eintrittspreise sind absolut familienfreundlich: Kinder unter 6 Jahren haben freien Eintritt, Erwachsene zahlen 5Euro. Es gibt diverse Ermäßigungen für bestimmte Zielgruppen sowie verschiedene Familienkarten. Eine Übersicht (auch der Öffnungszeiten) findet ihr hier.


Dieser Familienausflug war wieder ein Tag, den wir als Familie sehr genossen haben. Und da ihr an den Füßen der Chaosbraut mal wieder die schönen Winterschuhe mit GoreTex Technologie seht, gehört dieser Beitrag wieder in die Kategorie der GoreTex Big Days. Vor der Museumstür blieben die Füße warm und trocken, beim Rundgang blieben wir dabei von Scheißfüßen verschont.